E-Government nimmt zu – Transparenz auch?

Die Berliner Verwaltung jubelt. Ist sie doch dem Ziel, mehr Online-Verfahren im Internet bereitzustellen, näher gekommen. Mit monatlich rund 800.000 Seitenzugriffen trifft das Service-Portal schon jetzt auf eine große Resonanz. Dies geht aus dem aktuellen Bericht zur „ServiceStadt Berlin 2016“ hervor, den der Berliner Senat gestern beschlossen hat. Unter https://service.berlin.de finden sich gebündelt Informationen zu den Dienstleistungen der Berliner Verwaltung. Aktuell können hier 67 Online-Verfahren direkt angesteuert werden. .

Erst vor wenigen Tagen hat das Bundeskabinett das Programm „Digitale Verwaltung 2020“ beschlossen. Danach soll in den Bundesbehörden die Digitalisierung der Verwaltung weiter vorangetrieben werden. Die Datensicherheit werde dabei gewahrt, hieß es.
Dass das dringend notwendig ist, hat zuletzt die elektronische Gesundheitskarte (eGK) gezeigt. Gutachten hatten nachgewiesen, dass bei der Ausgabe der Datenschutz verletzt wurde. Da die Krankenkassen die Identität der Versicherten nicht geprüft hätten. So könne Jeder ein falsches Foto einsenden. Auch die Unterschrift wird nicht überprüft.

Transparenz ist einer von 30 Schlüsselfaktoren der digitalen Kommunikation.

b-transparenz

Im Netz eröffnen sich neue Möglichkeiten der Transparenz im öffentlichen Raum. Der Wunsch nach zuverlässigen Informationen seitens der Bürger steigt und wird durch die digitalen Medienangebote und Plattformen, in denen prinzipiell jeder Internetnutzer eine Stimme hat, verstärkt. Der Umgang mit mehr Transparenz erfordert im Alltag (v. a. bei betroffenen Personen und Unternehmen) aber auch eine Umgewöhnung, dieser Anforderung plötzlich nachzukommen oder ihr offen zu begegnen. In diesem Spannungsfeld wird es weiterhin einen intensiven Diskurs geben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.