Männlich, 35 Jahre, studiert gründet…

EIN BLICK AUF DIE HAMBURGER START-UP-SZENE

VORN_Hamburg_Startups

Von Sarah Perlick, Kirsten Pöltl

Hamburg gilt neben Berlin, München und der Rhein-Ruhr Region als Start-up-Metropole Deutschlands. Erfolgreiche Unternehmen wie Bigpoint, Xing und myTaxi wurden hier gegründet. Eine neue Umfrage des Start-up Monitors unter 430 Hamburger Start-ups gibt nun Aufschluss über Strukturen, Schwerpunkt und Finanzierung der (teilnehmenden) Start-ups. Zudem gibt’s unten die 5 heissesten Hamburger Start-ups.

Hamburg ist dem KfW-Gründungsmonitor 2015 zufolge mit einer durchschnittlichen Gründerquote von 2,36% das Bundesland mit der zweithöchsten Gründungsaktivität in Deutschland nach Berlin. Und: Hamburg macht sich fit für Start-ups. Networking Events, Investoren, Zuschüsse der Stadt – die Szene wächst und gedeiht.

Laut Start-up Monitor Studie sind etwa ein Drittel der Start-ups jünger als ein Jahr und größtenteils in der Start-up Stage, in der noch an der Marktreife des Angebots gefeilt wird. Das passt zu Hamburgs Trial & Error-Mentalität. Laut dem Bundesverband Deutsche Start-ups sind 57% der Hamburger Unternehmer Seriengründer – ein vergleichsweise hoher Wert.

Commerce ist mit 25% der gründungsstärkste Sektor, gefolgt von Media (17%) und Services (14%). 85% der Hamburger Gründer sind männlich, 80% haben studiert und sind durchschnittlich 34,5 Jahren alt. Dass es nie zu spät ist, seine eigene Geschäftsidee zu verwirklichen, beweist der älteste Hamburger Gründer: er kann auf stolze 72 Jahre Erfahrung zurückblicken.

Und was gründen die Hamburger so? Ein Blick auf innovative Geschäftsideen „made in Hamburg“:

DIE 5 HEISSESTEN HAMBURGER START-UPS*

*gemessen an der öffentlich kommunizierten Finanzierungssumme 2015

  1. Kreditech –  die digitale Bank für Konsumenten ohne Kreditscore (82,5 Mio. €)
    Big Data und selbstlernende Algorithmen ermöglichen es Finanzdienstleistern, schnell und einfach Kredite, Mikrokredite, risiko-basierte Kreditkarten und weitere komplexe Finanzprodukte an Privatkunden zu bringen.
  2. Statista – die Welt in Zahlen und Grafiken (57 Mio. €)
    Statista ist eine weltweite Statistikdatenbank, in der sich zu nahezu jedem noch so beliebigen Thema Zahlen und Grafiken finden.
  3. Jimdo – der kostenlose Website Baukasten (25 Mio. €)
    Mit Jimdo kann jeder einfach seine individuelle Homepage entwickeln. Egal ob Blog oder Online-Shop –Jimdo bietet mit seinem Baukasten-Prinzip eine Vielzahl von Tools mit hoher Nutzerfreundlichkeit.
  4. esome – Optimierer von Social Media Kampagnen (15 Mio. US$)
    esome bietet effektive Social Media Werbung, die dank der Kombination aus erfahrenen Spezialisten und proprietärer Technologie das volle Potenzial sozialer Netzwerke für Werbungstreibende erschließen sollen.
  5. finanzcheck.de – der unabhängige, kostenlose Kreditvergleich (10 Mio. €)
    finanzcheck.de arbeitet mit eigenen Kundenberatern und etablierten Partnern wie Deutsche Bank, ING DiBa oder Postbank, um seinen Kunden den individuell besten Kredit anbieten zu können.

Infogram, hamburgstartups, 2016
Bundesverband Deutsche Start-ups, 2015

KfW Gründungsmonitor 2015

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