Hyper-Accountability: wenn Bewertungen Bewertungen bewerten

VORN Bewertungen

Von Robert Schneider, Julia Zimmermann, Vincent Schmidlin

Eine der ersten Websites im Netz, bei denen Ratings einen essenziellen Stellenwert immer ausgemacht haben, ist schon über 20 Jahre alt und heißt eBay. Der Clou: bei eBay wurden von Anfang an sowohl Käufer als auch Verkäufer bewertet. Heute ist das Alltag, damals war es der Anfang einer Revolution. So sind Reputationen auf beider Seiten des Marktes maßgeblich an der Erfolgsgeschichte der Peer-to-Peer-Economy beteiligt.

Nun ist man – auch als Kunde – darauf bedacht, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Habe ich bei eBay schnell genug bezahlt? Habe ich als Airbnb-Gast die Einrichtung der Wohnung respektabel behandelt? War ich als UBER-Nutzer höflich zum Fahrer? Diese Fragen bringen Vertrauen und Transparenz in die Märkte, eben auch für die Angebotsseite.

Aktuell lagern solche Bewertungen der Nachfrage noch auf verschiedenen Plattformen. Allerdings dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis „jemand“ damit beginnt, eine automatisierte, allumfassende, data-driven Online-Reputation aller Bewertungen zu analysieren – was so viel bedeutet wie: Bewertungen bewerten Bewertungen. Das Zeitalter der „hyper-accountability“ des Kunden naht!

Quelle: brandeins 04/2016, „Wie war ich?“

 

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