Faul zu sein bedarf es wenig, und wer faul ist, ist ein König.

Fünf Gründe für die Faulheit.
Faulheit

Von Theresa Schleicher, Sebastian Neis, Anna von Dallwitz

46% der Deutschen sind der Meinung, dass sie ihre verabscheuungswürdigste Eigenschaft ist. Der Schwiegersohn von Karl Marx hingegen, Paul Lafargue, forderte ein Recht auf sie und Sokrates bezeichnete sie sogar als „Schwester der Freiheit“. Die Faulheit!

Faulheit ist nach wie vor negativ konnotiert, dabei gibt es doch so viele Vorteile…

  1. „Hochmotivierte Menschen verfallen gerne in Handlungsdrang, ohne vorher richtig nachgedacht zu haben.“

    Das passiert faulen Menschen eher selten. Sie überlegen sich genau, in was sie ihre kostbare Zeit investieren. Dadurch vermeiden sie vor getaner Arbeit zu stehen und einsehen zu müssen, dass alles umsonst war. Sie denken lieber einmal mehr nach und sind damit am Ende sogar schneller. Viele Innovationen sind aus reiner Faulheit entstanden. Die Fernbedienung, das Babyphone, erst das Rad und dann das Auto sind nur einige technische Erfindungen, dessen Triebfeder die Faulheit war und die das Leben heute leichter machen. Auch Twitter entstand aus dem simplen Wunsch heraus, auf unkompliziertem Weg mitzubekommen und mitzuteilen, was um einen herum passiert. Und den ersten Computer baute Konrad Zuse, weil er zeitraubende statische Berechnungen vermeiden wollte. Oft lohnt es sich vor der Bearbeitung kurz innezuhalten.

  2. Wer nur das Wichtigste macht, hat danach noch Zeit und Energie übrig.

    Faulheit und Effizienz muss kein Widerspruch sein. Auch wenn Faulheit ein Gegenmodell zum Optimierungswahn bieten kann, so ist nicht zu leugnen, dass wer sich auf das Wichtigste konzentriert meist am schnellsten ans Ziel kommt. Deshalb stellte Bill Gates, immer wenn es eine schwierige Aufgabe zu lösen gab, eine faule Person ein, denn er wusste, dass diese einen einfachen Weg finden würde, um das Problem schnell hinter sich zu bringen.

  3. Faule Menschen haben mehr Zeit um ihre Wünsche, Ziele und Vorlieben zu verfolgen.

    Buchtitel wie „Make more, work less“, „Die Entdeckung der Langsamkeit“ und „Lob der Faulheit“ rütteln immer mehr an der negativen Konnotation der Faulheit. Denn faul zu sein, bedeutet in erster Linie weniger Zeit in die Arbeit zu stecken und im Umkehrschluss mehr Zeit für andere Dinge zu haben und seinen Vorlieben nachzugehen. Immer mehr Studien zeigen, dass eine verkürzte Arbeitswoche von vier Tagen sich positiv auf die Produktivität auswirkt.

  4. „Faule Menschen sind ausgeglichener, entspannter und können sich besser konzentrieren als Workaholics.“

    Weniger Arbeit bedeutet weniger Stress. Wer zu viel Arbeit auf einmal erledigen möchte, der verliert nicht nur leichter den Fokus, sondern setzt sich einem Druck aus, dem unter Umständen nicht standgehalten werden kann. Schraubt man hingegen seinen eigenen Anspruch etwas herunter, werden die kleinen Erfolge greifbarer und wirken sich positiv auf die Motivation aus. Wer es versteht, das Leben zu genießen, der setzt sich ausgeglichener an die Arbeit und verbessert damit auch ihre Qualität.

  5. Der letzte Punkt ist, wie sollte es auch anders sein, voll und ganz der Faulheit gewidmet.

     

    QUELLEN:

    http://www.30tausend.de/faulheit/ 

    http://www.brandeins.de/archiv/2015/faulheit/ist-faulheit-produktiv/

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