Data in the driving seat

Vier Open Data Trends in der Transportation-Branche

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Von Anna von Dallwitz und Theresa Schleicher

Es gibt sie. Die Smart Cities dieser Welt, in der unzählige Daten über den Stadtverkehr- und öffentliches Auskommen gesammelt werden. Und auch in den eher unscheinbareren Städten sammeln sich mittlerweile große Datenmengen, die die Transportation-Branche nachhaltig verändern können. Kommunen, öffentliche Verkehrsunternehmen und private Unternehmen setzen zunehmend auf Data Mining, um mithilfe der Daten Prognosen und effiziente Planungen zu erstellen. Welche Daten sind für das Verkehrswesen interessant und welche Rolle spielen sie bei der Veränderung des eigenen und des öffentlichen Verkehrs?

1. Verkehrsdaten werden zu ‚Living Maps‘. Open Data ermöglicht neue Services für die Transportbranche. Verkehrsdaten können nicht nur getrackt werden, sondern unmittelbar kartiert, das heißt, in sich ständig aktualisierende Maps eingespeist werden. In London stehen sogenannte ‚Living Maps’ bereits Fußgängern zur Verfügung, die damit zum Beispiel checken können, wo sich ihr Bus gerade befindet. Möglich ist zudem eine Individualisierung der ‚Living Maps‘ nach den Interessen der Nutzer.

2. Smart Data über das Fahrverhalten. Nicht nur der Verkehr kann analysiert werden, sondern auch das Fahrverhalten der einzelnen Verkehrsteilnehmer. Deren individuelles Verhalten lässt Rückschlüsse auf die Entscheidungsfindung zu. Diese Daten werden beispielsweise von Public Transport Anbietern und Dienstleistern, wie Straßenreinigungen genutzt, um die eigene Routenplanung zu optimieren und Verzögerungen sowie Staus zu vermeiden bevor diese überhaupt entstehen.

3. Wer, wo, wann, wie viele? – Transportation on demand. Wann besteht wo ein besonders hohes Verkehrsaufkommen? Daten über den Bedarf nach Personenverkehrsmitteln werden bereits von Taxis  und Car Sharing Betreibern genutzt, um ihr Angebot dementsprechend anzupassen. Auch bei der Parkplatzsuche hilft Open Data: Anbieter, wie BOSCH oder Daimler haben Technologien entwickelt, mithilfe derer über Bodensensoren oder Bewegungsdaten des Smartphones freie oder frei werdende Parkplätze erkannt werden, um so eine effizientere Parkraumauslastung zu ermöglichen.

4. Heute klar und sonnig – Zukunftsprognose dank Wetterdaten. Das Wetter hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Verkehrsaufkommen: Bei schlechtem Wetter in Großstädten erhöht sich an Wochentagen der Bedarf öffentlichen Verkehrsmitteln um bis zu 20 %*. Mithilfe der Wetterdaten und im besten Fall in Kombination mit dem Tracking der Verkehrslage können dem Nutzer so die schnellste Route und das geeignetste Fortbewegungsmittel vorgeschlagen werden.

Quellen:
https://www.apta.com/resources/reportsandpublications/Documents/APTA-Embracing-Open-Data.pdf
https://livingmap.com/
*http://www.initag.de/share/news/Themen/Nahverkehrspraxis_2012_06_wetterbedingtes_APC.pdf
http://www.bosch-mobility-solutions.de/de/vernetzte-mobilit%C3%A4t/aktives-parkraum-management/

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