Durch die Ohren in den Sinn.

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Von Anna von Dallwitz

Drei Ideen wie Podcasts als Marketinginstrument genutzt werden können.

Der Podcast-Trend ist in Deutschland angekommen. In den letzten Jahren hat sich die Quote der deutschen Podcast-Hörer fast verdoppelt (ARD/ZDF-Onlinestudie). Der Trend wirkt sich auch auf das Marketing aus, denn Podcast werden zunehmend als Marketing- und Kommunikationsinstrument eingesetzt (Statista 2016).

Auditive Medien sind gut dafür geeignet, Emotionen zu transportieren. Musik ist emotional ansteckend und schafft gemeinsame soziale Erlebnisse. Das Radio ruft Erinnerungen an die Heimat hervor und ein guter Podcast unterhält den Hörer nicht nur, sondern stellt eine Vertrautheit zwischen Hörer und Sprecher her, die auf das menschliche Bedürfnis nach sozialer Nähe und Kommunikation eingeht. Das allein bietet eine hervorragende Voraussetzung dafür, den Hörer mit Worten tatsächlich zu erreichen. Hinzu kommt, die simple Tatsache, dass wir nicht nicht zuhören können. Das Hören war historisch überlebenswichtig und kann daher nicht abgeschaltet werden (Sound-Experte Paul Steiner). Welche Möglichkeiten gibt es also, die Hörer zu erreichen, um eine (Marken-)Botschaft zu übermitteln?

  1. Podcasts als Werbeplattform: Immer mehr Unternehmen binden ihre Werbung in Podcasts ein. Dabei sollte im Vorhinein die Frage gestellt werden „Welcher Podcast passt zu meiner Zielgruppe?“, um mit der Werbung möglichst diejenigen Hörer zu erreichen, bei denen die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass sie sich auch für das beworbene Produkt oder die Dienstleistung interessieren und so den größtmöglichen Effekt zu erzielen.
  2. Product Placing in Podcast: Für Podcasts bietet sich, ähnlich wie bei TV-Serien, ein gezieltes Product Placing an. Dies muss nicht plakativ mit dem Nennen des Markennamens erfolgen, sondern kann auch über das Einspielen des Corporate Sounds, der akustischen Ausprägung der Corporate Identity funktionieren. Einschlägige Klänge wie zum Beispiel der Start-Sound von Microsoft rufen sofort ein ganzheitliches Markenbild beim Hörer hervor.
  3. Corporate Podcasts: Corporate Podcasts müssen kreativ sein und dem Hörer einen Nutzen bringen, der über das Kennenlernen des Unternehmens hinausgeht. Podcasts wie „Der Chemie Reporter“ von BASF beantwortet Fragen zur Chemie im Alltag. Es wird besprochen, warum man das Gesicht verzieht, wenn man in einer Zitrone beißt oder warum Spiegel blind werden. Wichtig hierbei ist Kontinuität und ein fesselndes Narrativ.

Weitere Audio-Trends und Entwicklungen des Hörerverhaltens hat VORN im Form der Studie „Hear & Now -Die Zukunft von Audio
zwischen content, Kontext und Konversationen“ veröffentlicht.

Quellen: 

ARD/ZDF-OnlinestudieBASFBitdomHear & Now -Die Zukunft von Audio
zwischen content, Kontext und KonversationenWNYC – Bored and brilliant

 

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