Lessons learned… Erfahrungen aus meinem Praktikum bei VORN

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Zu Beginn des Praktikums konnte ich zunächst meinen Blick durch die digitale Brille auf Marketing und Gesellschaft etwas schärfen. Denn mit Themen der Digitalisierung kam man im Psychologie Studium eher selten in Kontakt. Aber immerhin ist man als Quereinsteiger in der Strategie keine Seltenheit. Und das Gefühl, durch vielseitige, strategische Projekte in einen motivierenden Schaffensprozess eingebunden zu sein, ist es Wert, vertrauteres Territorium verlassen zu haben.

Hier mein kurzer Eindruck zu den letzten Wochen bei VORN.

Grob umrissen, ist die Strategie eine Kombination aus der Beobachtung menschlichen Verhaltens (und von Marktprozessen) und kreativer Problemlösung. Das Auffinden von Insights, das man wahrscheinlich als die Psychoanalyse des Marketings bezeichnen könnte, erfordert manchmal aber auch, sich die Finger wund zu recherchieren und die verschiedensten Tools zu durchforsten. Je nachdem, was gerade best4Planning ist.

Da die wichtigste Qualität eines Strategen ist, den Wust an Informationen, der nach der Durchsicht verschiedenster Quellen übrig bleibt, so zu verdichten, dass eine Formulierung übrig bleibt, die im Vergleich zu der Arbeit dahinter beinahe lächerlich einfach klingt, ab hier in Kürze: Denn Strategen zielen stets auf „spitze“ Formulierungen ab. Vielleicht heißen diese so, weil sie den Kunden wie einen Pfeil treffen und ihm aus dem Herzen sprechen?

Zu erkennen, dass eine Marke auch „nur“ ein Mensch ist, braucht nicht zwingend ein Psychologie Studium. Vielmehr ein strategisch-penibles Vorgehen, das ich hier täglich beobachten kann. Wenn eine Marke konsequent zu Ende gedacht wird, hat sie Werte, sie „verhält“ sich auf eine bestimmte Art und Weise und wenn man möchte, wird man sich zukünftig mit ihr via Chatbots sogar über (fast) alles unterhalten können. So durchdenkt ein Stratege eine Marke bis ins kleinste Detail und schafft dadurch idealerweise eine lebhafte Vorstellung dieser im Kopf des Verbrauchers. Beinahe ein reales Gegenüber und auf jeden Fall mehr als die Summe seiner Produkte!

Des Weiteren ist Strategische Planung nicht wirklich Werbung. Strategie sitzt tiefer. Sie bildet die Basis für Werbung oder bereitet ein „Sprungbrett“, wie wir es meist nennen. Man könnte sagen, dass sie den Prozess der Identitätsbildung von Marken/Unternehmen anleitet: Wer bin ich? Wie unterscheide ich mich von anderen? Wo möchte ich hin? Und welcher Mensch stellt sich in seinem Leben nicht genau diese Fragen? Genauso unumgänglich sind diese für Marken bzw. Unternehmen. Es ist beinahe egal, ob sie durch einen Leuchtturm oder einen Schlüssel visualisiert werden. Am Ende einer erfolgreichen Positionierung sollte man an einem anderen Punkt stehen als zuvor. Im Idealfall VORN.

Insgesamt erfordert die Arbeit in der Strategie verschiedenste Fähigkeiten: sie ist halb analytisch – rückbeziehend auf Statistiken und Recherchearbeit -, halb intuitiv, angeleitet durch Einfühlungsvermögen oder kreative Ideen. Besonders die Verbindung dieser beiden Schwerpunkte macht die Arbeit interessant. Und auch ein Psychologie Studium bereitet gut auf die Strategie vor – auch wenn es einen nicht (unmittelbar) zum Botschafter digitaler Trends macht.

Aber die meisten in diesem Bereich kommen aus verschiedenen Studienrichtungen – Der eine hat sich stärker mit Marken, der andere mehr mit Menschen oder mit gesellschaftlichen Prozessen beschäftigt. In der Arbeit führt alles zusammen. Und verschiedene Perspektiven können letztendlich nur bereichern.

In diesem Sinne, ein vielseitiges Neues Jahr!

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