Warum wir öfter mal etwas neues lernen sollten

7 Plattformen auf denen dieses (kostenlos) möglich ist

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von Ruben Best

Massive open online courses, sogenannte „Moocs“ erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Warum es sich lohnt ab und zu mal einen Kurs mitzumachen und warum Unternehmen sich an dieser Art der Weiterbildung beteiligen sollten, wird in den folgenden Punkten erklärt.

Business-Probleme erfordern kontinuierlich neue Lernimpulse

Was wir einmal in der Schule oder Hochschule gelernt haben ist ohne Zweifel ein wichtiges Aussagekriterium. Die Note, die am Ende auf dem Zeugnis steht, ist eine handfeste Qualifikation für den ersten Job. Je länger man im Job – in der realen Arbeitswelt – ist, verlieren diese Noten jedoch zunehmend an Aussagekraft. Der Grund liegt auf der Hand: Business-Probleme treten in immer kürzeren Zyklen auf und werden immer komplexer. Sie erfordern immer breitere Kompetenzen und ein Verständnis von Wirkungszusammenhängen. Um mit den Problemen der Unternehmen Schritt halten zu können sind kontinuierliche Weiterbildungen und Lernimpulse unausweichlich.

Selbstreflexion ist der erste Schritt, um besser zu werden

MOOCs bieten genau diese neuen Impulse, pragmatische Lösungsansätze und Inspirationen.
Die Teilnehmer können sich in vielfältigen Themengebieten weiterbilden, die sie persönlich interessieren oder die sie in konkreten Fragestellungen und Problemen von Unternehmen wiederfinden.
Sei es für den Job als Angestellten, als Berater oder für das eigene Unternehmen: Es geht im Kern darum, sich in bestimmten wirtschaftlichen, wissenschaftlichen oder kreativen Feldern weiterzuentwickeln und die eigene Kompetenz zu erweitern.
Die notwendige Einstellung: Man darf sich nicht mit dem zufrieden geben, was man weiß. Dann wird es schwierig, den Ansporn für Weiterbildungen zu finden.

Moocs bieten die Demokratisierung von Wissen

Durch MOOCs haben wir die Möglichkeit fast alles zu lernen, was uns interessiert ohne dafür einen gesamten Studiengang belegen zu müssen.
Moocs bieten Freiheit in dem was man lernt, wie man lernt, wie lange man braucht und welches Ziel man verfolgt – und das personalisiert und entsprechend der konkreten Anforderungen, Wünsche und Sorgen aus dem Job-Alltag.

Der Arbeitgeber ist in der Pflicht

Die Einbindung von MOOCs in den Berufsalltag ist auch für Arbeitgeber interessant.
Für diesen ist die Organisation von geeigneten Weiterbildungsformaten in der Regel mit hohem Zeitaufwand verbunden. Die Unterstützung der Mitarbeiter an der Teilnahme von MOOCs bildet hier jedoch eine solide Grundlage.
Dabei sind jedoch sind klare Regelungen wichtig: Der Arbeitgeber sollte den Mitarbeitern Zeit einräumen und bei der Weiterbildung unterstützen – und das auch während der Arbeitszeit.
Das zeigt zum Einen echtes Interesse an der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung und bietet zudem frische Impulse und Lösungsansätze für das gesamte Unternehmen.
Dabei müssen die genutzten Angebote nicht immer 100% auf den Fachbereich des Angestellten passen, sondern können auch als Inspiration aus anderen Bereichen stammen.
Wichtig ist die Transferleistung der Nutzer: Es gilt, die Angebote nicht nur zu konsumieren, sondern auch kontinuierlich zu hinterfragen, wie sich diese auf konkrete Projekte anwenden lassen.

Lernplattformen im Kurzüberblick

Immer mehr Anbieter von Moocs sprießen aus dem Boden. Die Angebote sind sehr vielfältig. Es gibt Anbieter, die sehr breite Themenfelder anbieten – andere spezialisieren sich auf einen Kompetenzbereich.
Auch bei den Dozenten gibt es Unterschiede. Einige Plattformen setzen auf eigene Dozenten – auf anderen Plattformen wird auf das Crowdwissen zurückgegriffen und jeder kann eigene Kurse zu seinen Spezialgebieten anbieten.
Einige Plattformen setzen auf namenhafte Parter aus Wissenschaft und Wirtschaft, die teilweise die absolvierten Kurse als akzeptiertes Abschlusszertifikat ansehen.
Auch die Kosten sind unterschiedlich. Es gibt Monats- bzw. Jahres-Abos mit einer Kurs-Flatrate oder Pauschal-Preise für einzelne Kurse.
Fast alle Plattformen bieten kostenlose Probewochen an, um einen Einblick in den Aufbau und die Inhalte der Kurse zu bekommen. Welcher Anbieter am besten zu den persönlichen Anforderungen oder den Anforderungen des Unternehmens passt, lässt sich am besten durch ausprobieren ermitteln.

Hier ist ein kurzer Überblick, über 7 Plattformen: 

Coursera
Coursera bietet Kurse in Kooperation mit vielen internationalen Universitäten an:
146 Partnerhochschulen aus 28 Ländern (u. A. TU München und die LMU München)
Die Schwerpunkte sind dementsprechend wissenschaftlich und liegen im Bereich Data & Computer Science.

Udacity
Udacity bietet viele Kurse in Kooperation mit Partnern aus der Wirtschaft an.
Die Schwerpunkte liegen auf Technologie-Bereichen. Das Besondere sind die eigenen Abschlüsse, sogenannte „Nanodegrees“. Diese wurden zusammen mit den Partnerunternehmen entwickelt und werden auch als Abschluss von diesen anerkannt. Nanodegrees sind beispielsweise VR-Developer oder Self-Driving Car Engineer.

edX
edX ist eine Mischung aus Coursera und Udacity. Die Plattform setzt auf eine Kombination aus Partnern aus der Wissenschaft und Wirtschaft und bietet zudem mit den „MircoMasters“, „Professional Certifacte“ und der „XSeries“ Abschlussformate mit unterschiedlicher Tiefe und Umfang an.

Udemy
Udemy hat ein breites Themenangebot: Von Programmierung über Marketing und Design zu Fotografie, Gesundheit, Musik. Die Kurse sind teilweise kostenlos. Die Bezahlung erfolgt pauschal pro Kurs.

Lynda
Die Plattform von LinkedIn bietet ein breites Feld an Themen an. Die umfangreichen Kurse sind in kleine Videos eingeteilt, die auch offline geschaut werden können. Der Zugang zu allen Kursen ist über eine monatliche Faltrate möglich.

Codecademy
Codecademy ist eine interaktive und kostenfreie Plattform, auf der das Programmieren erlernt werden kann.

Highbrow
Highbrow bietet täglich kostenlose Inspirationsvideos mit einer Länge von 5 Minuten.

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