Tech Open Air 2017

Die Tech-Welt zu Gast in Berlin. Und VORN mittendrin.

Banner VORN_onTour_TOA

 

Von André Maier & Franziska Mülling

Bereits beim Betreten des Veranstaltungsgeländes wird klar: Das ist keine Konferenz, wie sie hundertfach in Berlin, Deutschland und der Welt stattfindet. Beim Tech Open Air 2017 strotzt bereits das Ambiente vor Disruption.

Das geschichtsträchtige Gelände des Funkhauses Berlin weist genau den morbiden Charme auf, den Berlin so einzigartig macht. Bauarbeiten auf den Dächern, Sperrmüll an verschiedenen Ecken des Geländes. Und mittendrin Hightech, Startups und Technologietrends von morgen. Das Konferenz-Programm ist voll mit spannenden Impulsen, Sessions, Mitmach-Angeboten, Fireside-Chats, Satteliten-Events und im Kontrast dazu Festival-Gefühl auf den Freiflächen.
Das Tech Open Air, kurz TOA, ist Europas erstes und größtes interdisziplinäres Technologie-Festival. Vom 11. bis 14. Juli 2017 trafen sich technikaffine Menschen, Künstler, Kreative, Wissenschaftler, Gründer, digitale Vordenker, Tech-Begeisterte und Unternehmer um gemeinsam über die Rolle des Menschen in seiner technisierten Umwelt zu philosophieren und zu debattieren. Über 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, 200 Sprecherinnen und Sprecher, Unternehmen wie KPMG, Amazon, Airbus, SAP oder Bayer waren dabei.

Technologie als Schnittstelle interdisziplinären Austauschs

In der nunmehr sechsten Auflage des TOA sind die Größe der Veranstaltungsfläche sowie die Anzahl von Teilnehmenden, Speakern und Programmpunkten rasant gestiegen, aber der Gedanke ist noch immer der gleiche. „Dahinter steckt die Idee, eine Plattform für Austausch und Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen mit der Schnittstelle Technologie aufzubauen“, sagt Niklas Woischnik, Tech Open Air Gründer verschiedensten Interviewpartnern. Ein klares Statement, das uns aus dem Herzen spricht: So unterschiedlich Disziplinen oder eben Branchen auch sind, Technologie und Digitalisierung betreffen jeden und sie bringen oftmals die gleichen Herausforderungen mit sich. Sie sind die Schnittstelle, um in das gemeinsame Gespräch – den interdisziplinären Austausch – zu treten und an gemeinsamen Lösungen zu arbeiten. Das TOA versteht es, wie keine andere Konferenz, nicht nur die Macher der Szene zu involvieren, sondern ermöglicht jeder und jedem, Erfahrungen mit der Community zu teilen.

Unsere Highlights des TOA

Bei einem so variationsreichen Programm mit vielen parallelen Veranstaltungen mussten wir uns gut für unseren Ausflug auf das TOA vorbereiten. Und dann kommt doch immer alles etwas anders, als man denkt, wenn man sich auf dem riesigen Gelände verläuft und spontan andere Attraktionen und Orte des TOA besucht. Es folgen unsere persönlichen drei Highlights der TOA.

#1 DISRUPTED!

Wo und wie entsteht Disruption? Wie lässt sich diese in die bestehende Unternehmenskultur integrieren? Das waren die beiden Kernfragen der DISRUPTED! einer Teilkonferenz der TOA. Diskussionen zu Best Practices, den Hindernissen und Möglichkeiten disruptiver Innovationen in einer Gemeinschaft von Mittelstand, Unternehmen und Startups wurden hier in einer ganztägigen Veranstaltung gebündelt. Neben inspirierenden Vorträgen von zum Beispiel Max Viessmann, Chief Digital Officer der Viessmann Werke, gab es interaktive Diskussionen im World Café Format sowie maßgeschneiderte Workshops rund um disruptive Strategien von Facebook bis Design Thinking. Der gebotene umfassende Einblick und das Netzwerk war für viele Teilnehmende eine große Hilfe, das transformative Potential Ihres Unternehmens zu verstehen und die digitale Wandlung voranzubringen.

#2 Haus of Tech

Eine weitere Neuheit des diesjährigen TOA war das „Haus of Tech“ – eine 3.000m² große Ausstellungsfläche in einer ehemaligen Industriehalle. In verschiedenen Themenbereichen wie Mobilität, saubere Energie und Biowissenschaft präsentierten hier 30 Startups, etablierte Unternehmen und Mittelständler ihre innovativen Produkte, Services, Erfindungen und sozialen Projekte. Die Verknüpfung von Virtual Reality mit Audio machte einen besonderen Eindruck auf uns. Dazu gehört das typische VR-Prinzip – Brille auf, Kopfhörer auf, Versinken in eine andere Welt. In dieser Welt gibt es allerdings kein 360° Video, sondern jede gemachte Bewegung erzeugt Töne. Eine beinahe unglaubliche Kombination der Sinne.

#3 Sehr abgespacet und doch bodenständig

Was für eine Chance gab es da am Donnerstagnachmittag für alle Besucher der TOA? Ein 20-minütiges Kamingespräch mit Branden Spikes. Den meisten wird dieser Name nichts sagen, aber Elon Musk kennt wohl jeder. Gemeinsam haben die beiden 15 Jahre lang ihren innovativen Ideen keine Grenzen gesetzt. 2002 haben sie zusammen SpaceX gegründet, ein visionäres privates Raumfahrtunternehmen mit dem Ziel, den Mars zu kolonialisieren. Branden Spikes verließ 2012 das Unternehmen, um sein eigenes Cyber Security Startup zu gründen. Die Fragen des Kamingesprächs steuerte das Publikum in Echtzeit über ein Online-Voting-Tool. Details zu SpaceX und Elon Musk interessierten natürlich alle brennend. Bei aller Innovation ging es in den Fragen aber auch um Aspekte der Internetsicherheit und der politischen Einstellung zu Whistleblowern wie Edward Snowden. Branden Spikes, ein eher unscheinbarer Typ in Jeans und Kapuzenpulli gab 20 Minuten lang den Zuhörerinnen und Zuhörern im holzgetäfelten Studio 1 des ehemaligen Funkhauses Berlin einen facettenreichen und spannenden Einblick in seine Arbeit.

 

Quellen:
https://toa.berlin
http://www.startupvalley.news/de/nikolas-woischnik-tech-open-air-gruender/

https://www.wired.de/collection/life/toa-berlin-tech-open-air-livestream-speaker
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/tech-open-air-digitales-statt-dosenbier/20044556.html

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *