Verkaufskanäle: Vielfalt führt zum Erfolg / Der Mix macht’s

von Xenia Schwarz

Marken müssen die immer größere Rolle von Social Media im Inspirations- und Kaufprozess erkennen und ihr einen höheren Stellenwert in ihrer Media-Strategie verleihen. So können die Kunden über die richtigen Kanäle gezielter zum Produktkauf geführt werden.

Menschen können sich auf den verschiedensten Wegen zum Kauf eines Produktes inspirieren lassen.  Egal, ob es um Schokolade, Waschmaschinen oder Autos geht: Für Unternehmen ist es essentiell entscheidend, an den kritischen Punkten der Einkaufsreise präsent zu sein.

Denn: Ist ein potentielles Produkt für Kunden nicht sichtbar, wird es zum Kauf nicht in Betracht gezogen – und könnte genauso gut gar nicht existieren.

Das Ende der Suchmaschinen-Dominanz

Um nun als Unternehmen an möglichst vielen Orten für den Kunden allgegenwärtig zu sein, ist eine Omni-Channel-Inspirationsstrategie für Marken heute das A und O.

In den letzten Jahren haben sich vor allem die Suchmaschinen á la Google als erste Anlaufstelle für Käufer etabliert, wenn es darum ging, sich vor einem etwaigen Kauf inspirieren zu lassen.

Dabei liegt ihre größte Stärke bei den älteren Verbrauchern, auch Silver Surfer genannt.

Jedoch verlieren sie im Wechsel von Altersgruppe zu Altersgruppe immer mehr an Stellenwert.

Während stabile 59% der 55+ Generation noch Suchmaschinen als ihre Hauptquelle für Inspiration vor einem Kauf nutzen, sind es bei der Gen Z gar nur noch 36%.

Zurzeit zeigen die Daten zwar noch, dass Google und Konsorten immer noch stark im Sattel sitzen, aber ihre Dominanz wackelt.

Klarer Sieger: Social Media

Zunehmend entwickelt sich der Trend auf der Suche nach Inspiration nicht mehr nur allein über die Suchmaschinensuche zu gehen, sondern sich diese vor allem aus den sozialen Netzwerken zu holen – Vorreiter ist auch hier die allseits digitale Gen Z.

Bei der Future Shopper Umfrage wurden Daten über Verbraucher, welche sich aktiv in den Sozialen Netzwerken sowie Messaging-Diensten bewegen, erhoben:

Dabei gaben 38% der Befragten darüber Auskunft, dass sie bereits mehrmals Produkte über Social Media-Kanäle und Messaging-Apps geteilt haben.

Bei den 25- bis 34-Jährigen lag die Quote sogar bei 46%. Wirft man dann einen Blick auf die 16- bis 24-Jährigen, so stehen diese bereits mit einem Anteil von 49% auf dem ersten Platz.

Doch was folgt daraus?

Fakt ist: Sind Marken auf der Suche nach den vorrangig jüngeren Zielgruppen, so sollten sie ihre Media-Strategie überdenken. Die umfassenden Möglichkeiten von Social Media bieten den potentiellen Kunden heute eine weitreichende Basis an Inspiration, welche auch immer stärker genutzt wird.

Auch die einmalige Suche innerhalb von Google oder anderen Suchmaschinen wird durch die neuen innovativen Wege über Social Media oder andere Dienste immer irrelevanter.

So wird das Ende der Suchmaschinendominanz wie wir sie kennen, wohl eher früher als später eintreten.

Am Ende macht es dabei aber immer noch der richtige Mix. Im Optimal-Fall gehen Unternehmen mit einer ausgewogenen Mischung von diversen Inspirationsoptionen, basierend auf einer Omni-Channel-Strategie, die Social Media einen höheren Stellenwert zuordnet, in den Kampf um Kunden!

Quelle: WTC – The Future Shopper 2019 – English

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