STATEMENT

Autonomes Fahren: Die letzten Hürden der Revolution

Sie wollen einem Autofahrer den Vogel zeigen, und merken, dass es gar keinen gibt: Willkommen in der Welt der selbstfahrenden Autos. Wir zeigen den Status Quo – und erklären, was der Technologie zum Durchbruch verhelfen wird.

 

von Jonas Gorris

  • Autonomes Fahren wird sich sehr wahrscheinlich durchsetzen – die Frage ist vor allem, wie lange es noch dauern wird.
  • Viele Unternehmen arbeiten an der Weiterentwicklung der autonomen Mobilität, allerdings kann bislang keines von ihnen ein abgeschlossenes Ökosystem  selbstfahrender Autos anbieten.
  • Wie bei allen technischen Revolutionen, müssen sich die Menschen an die neue Technologie erst gewöhnen. Außerdem stehen ethische Fragen im Raum, etwa wer bei von Robotern verursachten Unfällen die Verantwortung trägt.

Menschen, die in technisch angetriebenen Kisten durch die Gegend fahren – der Gedanke sei doch wirklich absurd, fand Wilhelm II. Und so verkündete der letzte deutsche Kaiser voller Überzeugung: „Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.“

Er war nicht das erste mal in der Geschichte, dass Technikskepsis und Verklärung des Status Quo zu aus heutiger Sicht lustig anmutenden Fehleinschätzungen führten. Ganz ähnlich hatten sich schon die ersten Zugpassagiere geäußert: Die Bahnen führen so schnell, dass man die Landschaft überhaupt nicht genießen könne. Die Kutsche sei wirklich das geeignetere Verkehrsmittel.

Wer diese Geschichten kennt, betrachtet so manchen Skeptiker selbstfahrender Autos mit anderen Augen – auch, wenn es denen nicht an Argumenten mangelt: Was ist mit dem Freiheitsgefühl beim Autofahren? Was mit der persönlichen Entscheidung, das Tempolimit auszureizen oder in einer schönen Landschaft langsamer zu fahren, um den Ausblick zu genießen? Oder zu einem Date im Cabrio vorzufahren, in dem man selbst hinterm Steuer sitzt und auf die Hupe drücken kann?

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Die Jagd auf die IT-Crowd

Wie der starke Wettbewerb um IT-Fachkräfte Employer Branding und Personalmarketing einen neuen Code diktiert.

von Sebastian Neis

Könige – nicht Kellerkinder

Wer kennt es nicht? Das alte Klischee des seltsamen IT-Nerds? Doch Achtung: Es könnte von der Realität auf dem Arbeitsmarkt kaum weiter entfernt sein! Denn seit Jahren sind Software Spezialisten eine der am meisten nachgefragte Zielgruppe der Wirtschaft und auf einmal möchte jeder mit dem „Geek“ zum Abschlussball. Egal ob Graduate oder Professional, der Bedarf in der Wirtschaft ist enorm. So geben z.B. drei von vier Unternehmen in der IT- und Telekommunikationsbranche an, dass aktuell ein großer Mangel an diesen Fachkräften herrscht. Über 50% der Unternehmen gehen sogar davon aus, dass sich diese Situation noch weiter verschärfen wird (bitkom Studie 2017). Denn eins ist klar: Die Unternehmen brauchen die Expertise dieser Fachkräfte mehr als je zuvor, denn sie sind der notwendige Treibstoff in den großen Transformationsprozessen der Branchen. Der starke Wettbewerb um diese sehr spezielle Zielgruppe stellen HR Abteilungen vor viele neue Herausforderungen und verlangen gleichzeitig auch einen neuen Code, um sie überzeugen zu können.

Wir sprechen mit Spezialisten mit einem speziellen Mindset

„Software Spezialist“ oder „IT-Fachkraft“ sind am Ende nur Begrifflichkeiten, um die unglaublich große Vielfalt an Berufsbildern in diesem Bereich fassen zu können. Den einen Typus, der repräsentativ für alle steht, gibt es nicht. Das erkennt man schon, wenn man nur einen kurzen Blick auf einige der unterschiedlichen Titel wirft: Mobile Developer, System Architekten, Machine Learning Spezialisten und diese Liste ließe sich noch sehr lange fortsetzen. Doch eins konnten wir in in Studien, zahlreichen Interviews und Fokusgruppen mit der Zielgruppe lernen: Bei aller Spezialisierung teilen sie im Punkto Arbeit doch ein verbindendes Mindset. (mehr …)

„Alexa, verrate mir was ich als Unternehmen über Künstliche Intelligenz wissen sollte.“

Stärkere Rechenkraft, bessere Algorithmen und Big Data verhelfen der Künstlichen Intelligenz (KI) zum Durchbruch. Wir erklären, was KI genau ist, welche Mehrwerte sie bietet – und wie sie sich in Unternehmen implementieren lässt.

von Sebastian Neis

  • Was ist KI? Wir erklären, was hinter der Technologie steckt.
  • Was bringt KI? Wir zeigen, welche Mehrwerte sie für Unternehmen bietet.
  • Wie nutze ich KI? Wir geben Beispiele, wie Unternehmen schon heute mit KI erfolgreich sind – und Sie das auch schaffen.

In Kinofilmen und in Sci-Fi-Geschichten gibt es sie schon lange: Intelligente Maschinen, die – mal beängstigend, mal faszinierend – Teil unseres Alltags geworden sind. Doch sind das nicht bloß Visionen einer fernen Zukunft? Mitnichten: Künstliche Intelligenz ist längst im Hier und Jetzt angekommen. In unseren Wohnzimmern, als Alexa und Amazon Home, in unseren Hosentaschen als Siri oder Cortana, in der modernen Medizin, in der Textilbranche und sogar im Musikbusiness.

Aber was steckt eigentlich genau dahinter? Zunächst ist Künstliche Intelligenz (KI) oder Artificial Intelligence (AI) auf Englisch nur der Oberbegriff zur Beschreibung aller Forschungsfelder, die sich mit der Erbringung menschlicher Intelligenzleistungen durch Maschinen beschäftigen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit haben wir einmal grafisch dargestellt, wie weit KI eigentlich wirklich verzweigt ist: (mehr …)

Wearables: Technik zum Hineinschlüpfen

Technische Produkte, die direkt am Körper getragen werden, sind im Trend. Mancher sieht die sogenannten Wearables sogar als zukünftigen Smartphone-Ersatz. Wir geben einen Überblick.

 

 

von Dorothea Stanjek

  • Wearables versprechen, in naher Zukunft Bereiche wie die Arbeitswelt, Gesundheitsvorsorge und Unterhaltung zu revolutionieren.
  • Die Technik wird schon heute von der breiten Öffentlichkeit genutzt, besonders im Fitness- und Healthcare-Bereich. Doch das Potential ist noch lange nicht ausgeschöpft.
  • Wearables sammeln Nutzerdaten, weshalb Firmen sich frühzeitig mit Themen wie Datenschutz und Transparenz beschäftigen sollten.

Ausgerechnet ein Turnschuh! In Zeiten, in denen Athleten mit Kopfhörern ihre Neuronen stimulieren und Soldaten mithilfe von Smartwatches ihre Missionen planen, erscheint ein Turnschuh mit aufgestickter Jahreskarte nicht gerade preisverdächtig.
Doch die Berliner Verkehrsbetriebe BVG ließen sich von den aktuellen Techniktrends nicht beeindrucken. Anfang des Jahres präsentierten sie ein Wearable der besonderen Art: einen Adidas-Sneaker im Design der BVG-Sitzbezüge – der sofort zum Verkaufsschlager avancierte.
Keine Frage: Wearables, also Produkte, die direkt am Körper getragen werden, sind im Trend. In Bereichen wie Healthcare, Fitness und Lifestyle gehören sie heute schon zur Ausrüstung vieler Verbraucher, sei es in Form von Smartwatches oder Fitness-Gadgets. Doch eigentlich handelt es sich bei diesen Wearables immer um technische Helfer – sorry BVG!
Wearables versprechen, in naher Zukunft Bereiche wie die Arbeitswelt, Gesundheitsvorsorge und Unterhaltung stärker zu vernetzen und dadurch viele Vorteile des internet of things direkt an den Körper zu bringen. Experten zufolge haben sie sogar das Potential, irgendwann einmal Smartphones zu ersetzen.
Die Einsatzmöglichkeiten sind schon heute vielfältig: Sie reichen von Schlafmasken, die dem Nutzer mit Licht und Ton das Einschlafen und Aufwachen erleichtert, Laufschuhen, die Fitnessdaten aufzeichnen, bis hin zu smarten Brillen wie Google Glass. Außerdem können Wearables sogar Leben retten, weil sie Ärzten helfen, die Daten eines Patienten zu überwachen, auch wenn dieser nicht auf der Station liegt.

Wenn digitale Plattformen anfassbar werden

Hybride Ökosysteme als Geschäftsmodell der Zukunft.

 

von André Maier

Einst rein digitale Plattformen bahnen sich ihren Weg in die physische Welt, wie man etwa an Amazons Übernahme der Supermarktkette Whole Foods Market sieht. Solche hybriden Ökosysteme gelten als Geschäftsmodell der Zukunft.

  • Das strategische Konzept des „Ökosystems“ bezeichnet eine wirtschaftliche Gemeinschaft aus Akteuren wie Lieferanten, Produzenten, Wettbewerbern und anderen Interessengruppen wie Konsumenten. Im Laufe der Zeit passen sich diese immer mehr einer Richtung an, die von einem oder mehreren Hauptunternehmen vorgegeben wird.
  • Bislang war das Zeitalter der digitalen Plattformen durch die gigantischen digitalen Ökosysteme von Google, Amazon und Co. geprägt. Sie agierten überwiegend digital und nutzen physische Erweiterungen nur als verlängerten Servicearm.
  • Diese physischen Auslagerungen wandeln sich mehr und mehr zu wichtigen Bestandteilen der Unternehmen und lassen damit hybride Ökosysteme entstehen.

Längst haben digitale Konzerne einige der wertvollsten Marken der Welt hervorgebracht. Nach dem winner-takes-all-Prinzip wachsen die Nutzerzahlen dieser digitalen Plattformen kontinuierlich. Sie profitieren von vergleichsweise niedrigen logistischen Kosten und nutzen gigantische Datenmengen zur Weiterentwicklung ihrer Angebote. Sie fächern ihre Dienste immer breiter, damit die Kunden die Website kaum noch verlassen müssen: Alles, was sie brauchen, sollen sie dort finden.

Doch nicht digitale, sondern hybride Ökosysteme gelten als das Wirtschaftsmodell der Zukunft, also eine Verbindung von Online- und Offline-Angeboten. Denn physische Erweiterungen digitaler Ökosysteme verzahnen sich mehr und mehr mit der Bedürfniswelt der Nutzer.

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