STATEMENT

Freunde mit gewissen Vorzügen

Wie Content-Macher und Produktmanager gemeinsam digitale Turbulenzen überwinden können

Freunde mit gewissen Vorzügen.001

von André Hörmeyer

„Ich sehe weinende Menschen.“ schreibt der Journalist Thilo Mischke. Er meint seine Kollegen bei deutschen Qualitätsmedien wie dem Stern oder dem Focus. „Weil diese Menschen etwas gelernt haben, was nicht mehr gebraucht wird“, spürt Mischke auf den Fluren deutscher Medienhäuser pure Verzweiflung. Ein Gefühl, das leider auch die Zahlen bestätigen: Der Verlagsriese Gruner + Jahr etwa streicht 400 Stellen. Anderswo läuft es nicht besser. Dass die gegenwärtige Medienkrise vor allem mit der Digitalisierung zu tun hat, ist dabei kein Geheimnis. Kostenloser Online Content, Blogger, Influencer, Native Content. Im Hintergrundrauschen dieser Generation von hyperventilierenden Youtube-Stars, deren Gedanken eben so schnell springen wie die Jump-Cuts in ihren „Beiträgen“, hört man das kollektive Zähneknirschen erfahrener Reporter und Medienmacher. Sie alle quält eine Frage: Wie kann man journalistischen Anspruch und Qualität aufrecht erhalten, wenn er sich einfach nicht mehr rentiert?

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King of Content

Fünf Learnings von Game of Thrones für Marken, die auf den Content Marketing-Thron wollen

Game of Thrones – King of Content

Von Sebastian Neis

Weltweit schauten sich über 100 Millionen Menschen die Premierenfolge der letzten Staffel einer der erfolgreichsten TV-Serien unserer Zeit an: Game of Thrones. Eine Serie die alles zu haben scheint: eine spannende Story mit unerwarteten Wendungen, faszinierende Charaktere im ständigen Strudel von Loyalität und Verrat, atemberaubende Landschaften und Kulissen – eine Aufzählung die Fans der Serie sicher noch endlos weiterführen könnten. Aber Game of Thrones macht nicht nur bei der Produktion der Serie sehr viel richtig, die Macher von HBO schaffen es auch Staffel für Staffel immer wieder durch brillantes Content Marketing rund um die Serie zu überzeugen. Man kann getrost sagen: Game of Thrones ist unter den Serien der „King of Content“.
Höchste Zeit zum Start der 7. Staffel noch einmal zurück zu blicken und aufzuzeigen wovon sich andere Marken auf ihrem eigenen Weg zum Content-Thron inspirieren lassen können.
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Wettbewerb des Gleichziehens

Warum ein Perspektivwechsel oftmals einen Schritt nach vorn bedeutet.

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von André Maier & Franziska Mülling

Twitter und Facebook bieten schon seit einer Weile Live-Übertragungen von Sportevents an. Facebook plant darüber hinaus schon bald TV-Inhalte und Original Serien zu senden und Time Warner produziert künftig exklusive Inhalte für Snapchat. Netflix und Amazon überbieten sich ohnehin laufend mit Budget, das sie in exklusive Inhalte stecken.

Die Liste ließ sich noch beliebig weiterführen. Nahezu täglich lassen sich Meldungen über neue dreistellige Millionen-Verträge zwischen Plattformen und Content-Erstellern verfolgen. Vermeintliche Wettbewerber und solche, die es werden wollen, befinden sich in einer Spirale aus Zug und Gegenzug, in einem Kreislauf des Gleichziehens.

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Bot segne euch

Die 3 skurrilsten Tech-Neuheiten

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von André Hörmeyer

Die Digitalisierung hält viele Wunder bereit. Ohne Zweifel überschlagen sich Entrepreneure heutzutage mit disruptiven Ideen, die Wirtschaft und Gesellschaft tiefgreifend umgraben. Doch nicht jeder findet bei seiner Innovation den schmalen Grad zwischen „Wow, sowas habe ich ja noch nie gesehen!“ (Startup-Guru Peter Thiel würde das eine „Zero to One“ Idee nennen) und „Ahhh, das ist ja wie XY nur besser.“ (Eine vorhandene Idee wird aufgriffen und massentauglich optimiert, auch „One to n“). Viele Organisationen wollen unbedingt innovieren, ohne sich vorher die nötigen Kompetenzen anzueignen, um Fortschritt sinnvoll in ihr Business Modell zu integrieren. So ergeben sich teilweise skurrile Innovations-Stilblüten, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

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MINIMUM MAXIMUM

Was Marken von Kraftwerk lernen können.

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von Andree Schneider

Ohne Kraftwerk kein Hip-Hop, kein House, keine Ambient Music, kein Electro, kein Techno. Die Düsseldorfer Musikpioniere haben bereits 1977 ein komplett vereintes Europa („Trans Europa Express“), 1978 (!) die Industrie 4.0 („Die Mensch-Maschine“), 1981 die Digitalisierung aller Lebensbereiche und den komplexen Umgang mit Daten („Computerwelt“) sowie 1986 den Hedonismus der 90er-Jahre („Techno Pop“) vorausgedacht, visualisiert und in ihrer Musik zum Ausdruck gebracht.

Kraftwerk entwickelte mit der Zeit ein griffiges und streng einheitliches Image-Konzept, mit dem sie sich deutlich von anderen Bands und Künstlern abgrenzten. Mit dem Albumtitel „Mensch-Maschine“ lässt sich ihr Image am besten beschreiben. Dem Personen- und Starkult setzten sie das Konzept der Entpersonalisierung entgegen. Die Bandmitglieder können ausgetauscht werden – Kraftwerk bleibt immer Kraftwerk. Ihre Corporate Identity wird sehr konsequent gelebt und behutsam im Laufe der Zeit modifiziert. So bleibt Kraftwerk stets modern und relevant – egal ob 1977, 2017 oder 2057.

Was also kann eine Unternehmens- oder Produktmarke von den Düsseldorfer Visionären lernen? Sehr vieles, zum Beispiel …

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