STATEMENT

Wenn digitale Plattformen anfassbar werden

Hybride Ökosysteme als Geschäftsmodell der Zukunft.

 

von André Maier

Einst rein digitale Plattformen bahnen sich ihren Weg in die physische Welt, wie man etwa an Amazons Übernahme der Supermarktkette Whole Foods Market sieht. Solche hybriden Ökosysteme gelten als Geschäftsmodell der Zukunft.

  • Das strategische Konzept des „Ökosystems“ bezeichnet eine wirtschaftliche Gemeinschaft aus Akteuren wie Lieferanten, Produzenten, Wettbewerbern und anderen Interessengruppen wie Konsumenten. Im Laufe der Zeit passen sich diese immer mehr einer Richtung an, die von einem oder mehreren Hauptunternehmen vorgegeben wird.
  • Bislang war das Zeitalter der digitalen Plattformen durch die gigantischen digitalen Ökosysteme von Google, Amazon und Co. geprägt. Sie agierten überwiegend digital und nutzen physische Erweiterungen nur als verlängerten Servicearm.
  • Diese physischen Auslagerungen wandeln sich mehr und mehr zu wichtigen Bestandteilen der Unternehmen und lassen damit hybride Ökosysteme entstehen.

Längst haben digitale Konzerne einige der wertvollsten Marken der Welt hervorgebracht. Nach dem winner-takes-all-Prinzip wachsen die Nutzerzahlen dieser digitalen Plattformen kontinuierlich. Sie profitieren von vergleichsweise niedrigen logistischen Kosten und nutzen gigantische Datenmengen zur Weiterentwicklung ihrer Angebote. Sie fächern ihre Dienste immer breiter, damit die Kunden die Website kaum noch verlassen müssen: Alles, was sie brauchen, sollen sie dort finden.

Doch nicht digitale, sondern hybride Ökosysteme gelten als das Wirtschaftsmodell der Zukunft, also eine Verbindung von Online- und Offline-Angeboten. Denn physische Erweiterungen digitaler Ökosysteme verzahnen sich mehr und mehr mit der Bedürfniswelt der Nutzer.

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Digitalisierung: Nachhaltiger Wandel statt Prestigeprojekte

Viele Unternehmen hinken bei der Digitalisierung hinterher. Wie Führungskräfte und Mitarbeiter den Wandel gemeinsam gestalten.

von Leonie Hogrefe

  • 80 Prozent der Berufstätigen in Deutschland fürchten die Digitalisierung.
  • Digitalisierung ist kein Selbstzweck; jedes digitale Produkt sollte vor dem Einsatz kritisch hinterfragt werden.
  • Mit einer guten Digitalisierungsstrategie können auch skeptische Mitarbeiter in den Wandel einbezogen werden.
Die Digitalisierung, ein Segen? Nicht, wenn es nach Marc-Uwe Kling geht. In seinem aktuellen Roman QualityLand blickt der Bestsellerautor mit düsterem Humor in die Zukunft. Menschen küssen darin ihre Tablets, Roboter bewerben sich um das Amt des Regierungschefs und Algorithmen richten Schritt für Schritt das Leben der Menschen zugrunde.
Nicht nur Buchautoren, auch die Mehrheit der Berufstätigen in Deutschland steht der technischen Entwicklung kritisch gegenüber. Laut einer Umfrage im Auftrag des Bundesbildungsministeriums erwarten 80 Prozent der Befragten, dass durch die Digitalisierung mehr Menschen beruflich abgehängt werden. Nur 16 Prozent teilen diesen Pessimismus nicht. 
Für Unternehmen wird dies zunehmend zum Problem. Wer „Digitalisierung in Unternehmen“ googelt, liest Schlagzeilen wie „Wirtschaft verschläft Digitalisierung“ oder „Unternehmenskultur behindert Digitalisierung“. Doch die gute Nachricht ist: Es gibt Wege, auch skeptische Mitarbeiter in die Digitalisierung des Unternehmens einzubeziehen. 

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Dickes B: Warum sich jede Marke mit Blockchains beschäftigen sollte.

Blockchains sind einer der größten Trends der Technikszene. Nicht nur, weil sie die Grundlage der Internet-Währung Bitcoin bilden – sie können noch viel mehr.

 

von Mathias Kowalik

Blockchains sind Datenbanken, die dezentral in einem Netzwerk verteilt sind. Die Datensätze werden verkettet, was sie besonders sicher macht.

• 47 Prozent der deutschen Unternehmen prüfen aktuell den Einsatz von Blockchain, 21 Prozent arbeiten an Proto­typen.

• Konzerne wie Walmart und Kodak nutzen die Technik schon heute.

So mancher Börsianer staunte nicht schlecht, als der Aktienkurs der „Long Island Iced Tea Corp.“ im vergangenen Dezember binnen weniger Stunden von 2,44 US-Dollar auf 6,91 US-Dollar schoss – und sich damit fast verdreifachte. Zuvor hatte der Getränkehersteller angekündigt, sich in „Long Blockchain Corp.“ umzubenennen: Ab sofort wolle man sich nicht mehr nur Getränken, sondern auch der Blockchain-Technologie widmen, teilte das Unternehmen mit.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Aktien eines Unternehmens dank Blockchains in die Höhe schnellen. Anleger und IT-Experten sind sich längst einig: Die Datenbanktechnologie wird Marken und Unternehmen nachhaltig verändern.

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GUTE VORSÄTZE 2018

Was sich Unternehmen für das neue Jahr vornehmen sollten

 

Von Vivian Belz und Christine Schulz

Neues Jahr, neue Vorsätze. Wir alle kennen es. Noch eben haben wir mit der Familie unter dem Weihnachtsbaum gesessen und Geschenke ausgepackt, und schon ist das Jahr wieder vorüber und 52 unbeschriebene Wochen liegen vor uns.
Viele von uns nutzen die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester, um zu reflektieren, was sie im vergangenen Jahr erlebt haben und entwickeln gute Vorsätze für das kommende Jahr – zum Beispiel mehr Sport machen, mit dem Rauchen aufhören oder mehr Zeit mit Freunden und Familie verbringen.
Aber darum soll es heute nicht gehen. Vielmehr wollen wir reflektieren, was erfolgreiche Business Leader im Jahr 2017 als Erfolgsfaktoren für die Zukunft ihres Unternehmens definiert haben und von denen wir glauben, dass sie im Jahr 2018 höchste Relevanz haben werden. Was also können sich Unternehmen für die kommenden 365 Tage vornehmen? Wir haben die drei wichtigsten Vorsätze herausgearbeitet:

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KI: Jetzt oder nie

Was uns Blade Runner über Künstliche Intelligenz lehrt und wie Unternehmen jetzt der richtige Einstieg gelingt

 

Von Jan Gerkens und Sebastian Neis

In dem neuesten Streifen von Denis Villeneuve – Blade Runner 2049 – taucht der Zuschauer ein in die Dystopie eines Los Angeles, das mit dem von uns Bekannten nicht mehr viel zu tun hat. Künstliche Intelligenz (KI) und der Post-Kapitalismus haben die Welt fest im Griff. Eine trostlose Welt mit endlosen Slums und monumentalen Türmen, die darüber thronen. Dominiert durch einen skrupellosen KI-Mega-Konzern, der die Macht über Technologie und Daten fest im Griff hat. In Blade Runner wirkt die Menschheit gefangen in einem Strudel aus beständiger Illusion, Simulation und Stimulation.
Dieses Film-Szenario wirft eine Frage auf, die auch für uns brandaktueller nicht sein könnte: Möchten wir eine Welt, in der nur einige wenige die Entwicklung und den Fortschritt rund um Künstliche Intelligenz diktieren?

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