Datenschutz

Datenschutz: Was Unternehmen über die neue EU-Verordnung wissen müssen

Digitalisierung bedeutet häufig das digitale Speichern und Sammeln von Daten. Die EU begegnet den daraus entstehenden Datenschutz-Fragen mit einer neuen, strengeren Verordnung. Wir erklären die wichtigsten Punkte.

von Franziska Mülling

  • Am 25. Mai 2018 kommt die vor zwei Jahren in Kraft getretene EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zur Anwendung. Sie sieht neue, strengere Richtlinien für Unternehmen vor.
  • Es geht vor allem um mehr Transparenz beim Umgang mit Daten. Dazu gehört unter anderem die vollständige Dokumentation der Datennutzung, das Einholen von Einwilligungen und die Aufklärung der Nutzer.
  • Unternehmen sollten sich jetzt darum kümmern, ihren Datenschutz rechtssicher zu gestalten.

Sie klingt nach Fachsprache und Anwaltsdeutsch, riecht nach Bergen von Papier und löst wahlweise Langeweile oder Abscheu aus: Die Rede ist von der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die am 25. Mai dieses Jahres zur Anwendung kommt. Viel ausladender kann ein Wort nicht klingen, viel unattraktiver ein Thema für einen Artikel nicht sein. Und wir schreiben dennoch darüber. Warum? Weil es wichtig ist.

Das sehen wir etwa bei Facebook, das gerade eine seiner schwersten Glaubwürdigkeitskrisen erlebt. Vor einigen Tagen war bekannt geworden, dass die Facebook-Spitze wusste, dass die Daten von 50 Millionen Nutzern an das Datenanalyseunternehmen Cambridge Analytica geflossen sind. Die Profile sollen genutzt worden sein, um Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahlen 2016 zu nehmen.

Digitalisierung und digitale Transformation bedeuten fast zwangsläufig das Sammeln von Daten. Deshalb spielt der Datenschutz eine neue, bisher nicht dagewesene Rolle. Bereits ein Handwerksbetrieb, der Mitarbeiter- und Kundendaten nicht mehr in Telefonbüchern oder Karteien ablegt, sondern digital speichert, unterliegt der neuen Datenschutz-Grundverordnung.

Wir klären die wichtigsten Fragen. (mehr …)

Wearables: Technik zum Hineinschlüpfen

Technische Produkte, die direkt am Körper getragen werden, sind im Trend. Mancher sieht die sogenannten Wearables sogar als zukünftigen Smartphone-Ersatz. Wir geben einen Überblick.

 

 

von Dorothea Stanjek

  • Wearables versprechen, in naher Zukunft Bereiche wie die Arbeitswelt, Gesundheitsvorsorge und Unterhaltung zu revolutionieren.
  • Die Technik wird schon heute von der breiten Öffentlichkeit genutzt, besonders im Fitness- und Healthcare-Bereich. Doch das Potential ist noch lange nicht ausgeschöpft.
  • Wearables sammeln Nutzerdaten, weshalb Firmen sich frühzeitig mit Themen wie Datenschutz und Transparenz beschäftigen sollten.

Ausgerechnet ein Turnschuh! In Zeiten, in denen Athleten mit Kopfhörern ihre Neuronen stimulieren und Soldaten mithilfe von Smartwatches ihre Missionen planen, erscheint ein Turnschuh mit aufgestickter Jahreskarte nicht gerade preisverdächtig.
Doch die Berliner Verkehrsbetriebe BVG ließen sich von den aktuellen Techniktrends nicht beeindrucken. Anfang des Jahres präsentierten sie ein Wearable der besonderen Art: einen Adidas-Sneaker im Design der BVG-Sitzbezüge – der sofort zum Verkaufsschlager avancierte.
Keine Frage: Wearables, also Produkte, die direkt am Körper getragen werden, sind im Trend. In Bereichen wie Healthcare, Fitness und Lifestyle gehören sie heute schon zur Ausrüstung vieler Verbraucher, sei es in Form von Smartwatches oder Fitness-Gadgets. Doch eigentlich handelt es sich bei diesen Wearables immer um technische Helfer – sorry BVG!
Wearables versprechen, in naher Zukunft Bereiche wie die Arbeitswelt, Gesundheitsvorsorge und Unterhaltung stärker zu vernetzen und dadurch viele Vorteile des internet of things direkt an den Körper zu bringen. Experten zufolge haben sie sogar das Potential, irgendwann einmal Smartphones zu ersetzen.
Die Einsatzmöglichkeiten sind schon heute vielfältig: Sie reichen von Schlafmasken, die dem Nutzer mit Licht und Ton das Einschlafen und Aufwachen erleichtert, Laufschuhen, die Fitnessdaten aufzeichnen, bis hin zu smarten Brillen wie Google Glass. Außerdem können Wearables sogar Leben retten, weil sie Ärzten helfen, die Daten eines Patienten zu überwachen, auch wenn dieser nicht auf der Station liegt.