Digitaler Wandel

Tschüss, Overheadprojektor!

 

von Carina Rodekohr und Carolin Bremer

eLearning und Internet 4.0 an deutschen Schulen

Der Übergang in das digitale Zeitalter fällt den deutschen Schulen schwer: Lehrer sind schlecht ausgebildet, die vorhandene Technik ist oft mangelhaft oder ungenutzt. Dabei fehlt es nicht an guten Ideen.

Ein Gedankenspiel: Während der Sommerferien beschließt die Bundesregierung, alle Schulen zu digitalisieren. Die Agenda „Lernen 4.0“ wird in Windeseile umgesetzt. Wenn Kinder und Jugendliche im August in ihre Schulen zurückkehren, werden sie diese nicht wiedererkennen: In jeder Stunde können sie Lerneinheiten mit dem Smartphone herunterladen. Die kleinen Informationshappen sind mit spielerischen Elementen wie z.B. Quizzes aufbereitet.
Die Lehrer waren allesamt auf Schulungen und sogar der kurz vor der Pensionierung stehende Herr Müller weiß, wie er mit wenigen Mausklicks das Content-Management-System bedienen kann, um schnell und einfach eLearning-Kurse zu erstellen. Aus einer riesigen Datenbank wählt er noch schnell ein passendes Video aus und stellt die Inhalte dann in die Cloud, auf die alle Schüler zugreifen können – in der Schule und zu Hause. Digital noch versiertere Lehrer experimentieren bereits mit Augmented Reality und VR-Brillen.
Die alten Overhead-Projektoren sind ausrangiert worden, stattdessen: Leinwände und integrierte Technik in jedem Klassenraum. Der antiquierte Medienwagen, der Wochen im Voraus reserviert werden muss, ist passé. An jedem Schultisch ist nun ein Tablet montiert.

Hier endet das Gedankenexperiment. Denn die Realität sieht leider anders aus.

(mehr …)

Digitalisierung: Nachhaltiger Wandel statt Prestigeprojekte

Viele Unternehmen hinken bei der Digitalisierung hinterher. Wie Führungskräfte und Mitarbeiter den Wandel gemeinsam gestalten.

von Leonie Hogrefe

  • 80 Prozent der Berufstätigen in Deutschland fürchten die Digitalisierung.
  • Digitalisierung ist kein Selbstzweck; jedes digitale Produkt sollte vor dem Einsatz kritisch hinterfragt werden.
  • Mit einer guten Digitalisierungsstrategie können auch skeptische Mitarbeiter in den Wandel einbezogen werden.
Die Digitalisierung, ein Segen? Nicht, wenn es nach Marc-Uwe Kling geht. In seinem aktuellen Roman QualityLand blickt der Bestsellerautor mit düsterem Humor in die Zukunft. Menschen küssen darin ihre Tablets, Roboter bewerben sich um das Amt des Regierungschefs und Algorithmen richten Schritt für Schritt das Leben der Menschen zugrunde.
Nicht nur Buchautoren, auch die Mehrheit der Berufstätigen in Deutschland steht der technischen Entwicklung kritisch gegenüber. Laut einer Umfrage im Auftrag des Bundesbildungsministeriums erwarten 80 Prozent der Befragten, dass durch die Digitalisierung mehr Menschen beruflich abgehängt werden. Nur 16 Prozent teilen diesen Pessimismus nicht. 
Für Unternehmen wird dies zunehmend zum Problem. Wer „Digitalisierung in Unternehmen“ googelt, liest Schlagzeilen wie „Wirtschaft verschläft Digitalisierung“ oder „Unternehmenskultur behindert Digitalisierung“. Doch die gute Nachricht ist: Es gibt Wege, auch skeptische Mitarbeiter in die Digitalisierung des Unternehmens einzubeziehen. 

(mehr …)

Stille Post mal anders

Die Deutsche Post als technischer Vorreiter

Bildschirmfoto 2017-11-14 um 12.04.27Von Carolin Bremer & Franziska Mülling

Dass die weltweite Automobilbranche einen Wandel erlebt, ist kein Geheimnis mehr. Nicht nur seit dem Dieselskandal, sondern spätestens seit den aktuellen Kartellvorwürfen und der zunehmenden Kritik an der Umweltfreundlichkeit von Dieselmotoren wird klar, dass sich in den nächsten Jahren einiges in dieser Branche ändern muss. Ein Unternehmen, das diesen Veränderungen vollkommen unerwartet zuvorkommt und die Vorreiterrolle übernimmt, ist die Deutsche Post. Mit der Produktion ihrer E-Autos gehört sie bereits zu den größten Herstellern von Elektroautos in Deutschland. (mehr …)

Die Dmexco 2016 – 5 Trends und Eindrücke

160916_vornsights_dmexco_trends-001Von Lisa Hartmann

Die letzten zwei Tage hat die Dmexco, die größte deutsche Digitalmesse, wieder in Köln stattgefunden und VORN war natürlich auch vor Ort. Bei sommerlichen 30 Grad sind mehr als 50.000 Besucher gekommen, um sich gemeinsam in den 2 Tagen auszutauschen, interessanten Vorträgen zu folgen und zahlreiche Kontakte zu knüpfen. Es gab dieses Jahr auch wieder sehr viele internationale Vorträge und Aussteller. Internationale CEOs, motivierte Start-Up Gründer, debatierfreudige Kreativchefs… bei dem gut gefüllten Programm mit 570 Speaker war es gar nicht so leicht sich für Vorträge zu entscheiden ohne etwas zu verpassen. Hier ist ein kleiner Überblick mit den wichtigsten und neusten Themen der Dmexco: (mehr …)

PropTech – Shaking the bricks!

Wie disruptiv sind PropertyTech-Start-ups für die Immobilienwirtschaft?

neu_Template_PropTech.001

Von Theresa Schleicher und Anna von Dallwitz

Nach FinTechs, HealthTechs und CleanTechs sind PropTechs nun der neue Hype der Start-up-Welt. Im letzten Jahr wurden laut cbinsights.com weltweit 1,7 Milliarden US-Dollar in Property Technology bzw. Real Estate Tech Start-ups investiert, Tendenz steigend. Der Inbegriff des Analogen – die Immobilie, wird ins Digitale verlagert. Nicht ohne Grund, denn die Wohnräume in den größeren Städten werden immer knapper und teurer. Und wo eine Nachfrage nach der Restrukturierung von alteingesessenen Prozessen entsteht, wittern junge Gründer ihre Chance.

(mehr …)