Digitaler Wandel

Wie definiert man digitale Freiheit?

Eine nachdenkliche re:publica sucht Antworten.

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Von Eyleen Grinda, Lisa Hartmann, Dorothea Stanjek

Diese Woche hat in Berlin die zehnte Ausgabe der re:publica stattgefunden, eines der global größten und wichtigsten Events zu digitalen Themen. Die diskutierten Inhalte betreffen schon lange nicht mehr nur Geeks und Blogger – dieses Jahr war sogar Edward Snowden per Video zugeschaltet. Publikumswirksam ging es um virtuelle Realität, theoretisch und praktisch. So hat Google am Dienstag einen Flashmob mit VR-Cardboard-Brillen veranstaltet, bei dem die Teilnehmer mit ihren eigenen Smartphones 360° Grad-Videos live erleben konnten.

Neben Hypes und Zukunftsvisionen beschäftigte sich die Szene allerdings auch mit Selbstreflexion und Selbstkritik: Was hat die re:publica in den zehn Jahren ihrer Existenz denn nun wirklich bewirken können? Die einstige Internet-Avantgarde des re:publica-Publikums ist zum Mainstream geworden. Sasha Lobo nennt sie auch die „Lost Generation“ des Internets, die ehemaligen Vordenker, die aber netzpolitisch nur wenig bewirken konnten. Als hätte es Edward Snowden nie gegeben – denn umfassende Vorratsdatenspeicherung ist heutzutage längst etabliert.

Wie definiert man digitale Freiheit?

Das war eine der zentralen Fragen der diesjährigen re:publica. Wie definiert sich Meinungsfreiheit im Netz? Ist das Kuratieren und gezielte Löschen von digitalen Inhalten richtig bzw. zulässig? Was ist Zensur? Und wie geht man mit Hass-Kommentaren um, die – oft im Schutz der Anonymität – die sozialen Median überschwemmen?
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In der deutschen Startup Hauptstadt nutzen 25% aller Unternehmen keine digitalen Kanäle

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von Robert Schneider, Julia Zimmermann, Vincent Schmidlin

Mit zwei Milliarden Dollar Wagniskapital, die allein im Jahr 2014 nach Berlin gingen, hat die Stadt selbst die Finanzmetropole London überrundet. In der deutschen Startup-Hauptstadt gibt es in Sachen Digitalisierung allerdings noch viel Luft nach oben.

So erwirtschaften mittlerweile ein Viertel der Berliner Unternehmen mehr als die Hälfte ihres Umsatzes über digitale Kanäle, aber 25% nutzen bisher überhaupt keine digitalen Vertriebswege. Märkte verändern sich, Produkte, Dienstleistungen werden von Innovationen verdrängt. Auch für die wirtschaftliche Entwicklung Berlins wird es ein zentraler Faktor sein, wie gut die hiesigen Unternehmen die Chancen der Digitalisierung in Zukunft nutzen – und das gilt nicht nur für die vielen Berliner Startups, sondern vor allem für die etablierten Wirtschaftszweige und  Unternehmen in der Hauptstadt.

Der aktuelle Status Quo der IHK Berlin gibt Auskunft darüber, wie weit die Berliner Wirtschaft in den unterschiedlichen Branchen für die Herausforderungen der Digitalisierung vorbereitet ist und welche Handlungsempfehlungen sich daraus für die Unternehmen und die Politik ableiten.

Quelle: IHK Berlin, Studie: Digitalisierung der Berliner Wirtschaft

Das Prinzip Wendelstein 7-X

Warum Markenverantwortliche nach maßgeschneiderten, schnell brütenden Agenturmodellen greifen. 

von Vincent Schmidlin, Managing Director VORN Strategy Consulting / Chief Strategy Officer der Hirschen Group

Sprechen wir von Energie. Von unendlich viel Energie, die einer Gesellschaft jederzeit und überall für alles Mögliche zur Verfügung steht. Ihren kaum zu stillenden Energiehunger hat die Menschheit stets mit neuen technologischen Mitteln versucht zu befriedigen. So auch jetzt mit Wendelstein 7-X, dem experimentellen Kernfusionsreaktor des Max-Planck-Instituts, der im Dezember ein eine Million Grad warmes Plasma für wenige Sekunden anzündete und damit die Tür zu einer neuen unerschöpfliche Energiequelle ein klein wenig öffnete. Einen solchen Hunger nach verlässlichen und unerschöpflichen Energiequellen verspüren auch Marketingverantwortliche bei der Aufladung ihrer Marke, und greifen nach maßgeschneiderten, schnell brütenden Agenturmodellen. Aus gutem Grund.

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Quelle: Science Magazine

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Luxus-Marketing verlangt digitale Exzellenz

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Premiumprodukte nicht
angemessen im Internet präsentiert werden können. Doch es tut sich was!

von Vincent Schmidlin, Managing Director VORN Strategy Consulting / Chief Strategy Officer der Hirschen Group und Hilger Voss, Strategy Consultant VORN Strategy Consulting

Die Digitalisierung erfasst alle Branchen und lässt kaum einen Bereich so, wie er „schon immer“ war. Viele Branchen – darunter Musik und Handel – haben sich zuviel Zeit mit der Digitalisierung gelassen und konnten dann sehen, wie Online-Anbieter ihr Geschäft übernahmen. Luxus boomt und es gibt auch Luxus-Marktplätze – wie James Edition oder Net-A-Porter – auf denen Luxusautos, Yachten, Privatjets und Haute Couture online verkauft werden.chandelier-203510_640

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E-Government nimmt zu – Transparenz auch?

Die Berliner Verwaltung jubelt. Ist sie doch dem Ziel, mehr Online-Verfahren im Internet bereitzustellen, näher gekommen. Mit monatlich rund 800.000 Seitenzugriffen trifft das Service-Portal schon jetzt auf eine große Resonanz. Dies geht aus dem aktuellen Bericht zur „ServiceStadt Berlin 2016“ hervor, den der Berliner Senat gestern beschlossen hat. Unter https://service.berlin.de finden sich gebündelt Informationen zu den Dienstleistungen der Berliner Verwaltung. Aktuell können hier 67 Online-Verfahren direkt angesteuert werden. .
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