Emotionen

Stressless Tech

 

von Xenia Schwarz

Wie Unternehmen und Marken neue Technologien zur Beeinflussung von Stimmung und Emotion für sich nutzen können

Stetig kommen neue Technologien auf den Markt, die den Menschen dabei unterstützen sollen, sein geistiges und körperliches Wohlbefinden zu verbessern und zu stärken. Millionen von Menschen in aller Welt versuchen mithilfe von digitaler Technologie ihre Gefühle und Gedanken zu kontrollieren, zu ihrer inneren Mitte zu finden und somit zur Ruhe zu kommen. Der stetig wachsende Wellbeing-Markt ist Indikator für die zunehmende Präsenz von Stress und den Versuch des Menschen, diesem entgegenzuwirken. Der Vorreiter dieser neuen Gefühlsdigitalisierung und heutiger Marktführer in diesem Bereich ist das kalifornische Unternehmen Headspace, das seine gleichnamige App seit 2012 anbietet. Bereits mehr als 17,5 Millionen Menschen in über 190 Ländern nutzen diese, um zu meditieren und Gefühle wie Nervosität, Angst und Wut zu lindern sowie Stimmungen wie Dankbarkeit, Gelassenheit und Zuversicht zu stärken. Der Marktwert von Headspace wird derzeit auf 320 Millionen Dollar geschätzt. Dies zeigt nur allzu deutlich das bestehende Bedürfnis des Menschen nach stressreduzierenden Maßnahmen. (mehr …)

Das Werbewunder zum Fest

von Marietta Meister

Warum Marken nicht nur an Weihnachten auf große Emotionen setzen sollten

Der Duft von Glühwein und Plätzchen liegt in der Luft, die Straßen sind in Lichter getaucht, die Temperaturen sinken: Es ist Weihnachten. Für viele bedeutet die Weihnachtszeit aber nicht nur Ruhe und Besinnlichkeit, sondern auch Stress, Hektik und Gedanken wie: „Ich muss noch schnell was für Oma, Tante, Haustier, Nachbar besorgen!“. Das Fest der Liebe ist auch das Fest des Konsums.

Das Weihnachtsgeschäft ist für viele Branchen im Einzelhandel die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Allein 2017 hatte das Weihnachtsgeschäft im deutschen Einzelhandel einen Anteil von 19 Prozent am Jahresumsatz. Für 2018 wurde ein Umsatz von 100 Milliarden Euro in der Weihnachtszeit prognostiziert – bei einem Gesamtumsatz von 525 Milliarden Euro. (mehr …)

Neuromarketing – der magische Kauf-Button

 

von Antonia Schlotfeldt

Die wahren Treiber der Kaufentscheidungen

Dieser Artikel gibt einen kleinen Einblick in die Funktionsweisen des menschlichen Hirns und erklärt, warum das Unterbewusstsein die Hauptrolle bei unseren Entscheidungen spielt. Wir werden von Emotionen geleitet, die wesentlich zu einer Kaufentscheidung beitragen. Um Kunden richtig anzusprechen ist es aus diesem Grund wichtig, ihre Bedürfnisse und ihr Handeln zu verstehen.

Zu viele Informationen überfordern unser Gehirn

Wenn der Mensch denkt, muss das Gehirn Unmengen an Energien aufbringen. Um dies zu reduzieren, versucht das Gehirn das Denken größtenteils zu vermeiden. Pro Sekunde werden wir mit circa elf Millionen Informationsbits konfrontiert. Dies können Wörter, Buchstaben, Zahlen oder ähnliches sein. Der Teil im Gehirn, mit dem wir bewusst denken, kann jedoch nur 40 Bits pro Sekunde aufnehmen. Der Rest läuft unbewusst ab. Viele Reize führen zu einer Reaktion, ohne dass das Bewusstsein davon überhaupt erfährt. Signale, die das Gehirn empfängt, werden zuerst implizit verarbeitet und bewertet. Danach erreichen sie das Bewusstsein. Es wäre unmöglich alle Eindrücke, die wir erhalten, bewusst zu verarbeiten. Daher überlassen wir den Großteil der Arbeit dem Unterbewusstsein. So gelingt es uns einfache Dinge zu handhaben, ohne groß darüber nachdenken zu müssen.

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Data does not go viral. Stories do.

 

von Henrik Dohms

Wie Storytelling unsere Kaufentscheidung beeinflusst

Storytelling gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen; Es kann so simpel wie die Geschichte eines Buches sein, oder als Mittel in politischen Reden wie z.B. der „Yes we can“-Kampagne von Barack Obama verwendet werden.

Heutzutage wird vor allem digitales Storytelling, insbesondere in Form von Videos in der Werbung, immer bedeutender. Es ist eine Möglichkeit, in Märkten mit vielen Wettbewerbern aufzufallen, indem man auf emotionale, persönliche Weise auf den Konsumenten zugeht. Unternehmen wie Apple, Pepsi und Samsung setzen im Rahmen ihrer Werbevideos bereits auf jene interaktive Technik und erzählen eine Geschichte rund um ihr Produkt.

Marken, die digitales Storytelling betreiben, können beim Zuschauer Emotionen auslösen, welche in direktem Bezug zum Produkt stehen: Durch das Konsumieren, Abrufen und Weitererzählen von Geschichten entwickelt der Konsument sog. Archetypen – psychische Strukturdominanten – die sein Bewusstsein sowie Verhalten beeinflussen und Glücksgefühle auslösen können. Jene Archetypen können mithilfe einer guten Geschichte erzeugt werden und die Kaufentscheidung entscheidend beeinflussen. Eine gute Geschichte zu entwickeln und in ein Format zu verpacken, ist jedoch nicht gerade einfach. Folgende Aspekte machen gutes Storytelling aus:

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