Gesellschaft

Spielen ist das neue Forschen!

Wie die Zukunft spielend erforscht werden kann.

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Von  Anna von Dallwitz und Laura Marie Garbe

Dass das Spiel eine geeignete Methode ist, um die Zukunft vorherzusagen, wussten schon die alten Griechen. Hermes, der Götterbote, erfand das Würfelspiel, in dem er Kieselsteine in eine Urne warf, um daraus die Zukunft weiszusagen.

Bei “spielbasierten Experimentalsystemen”, die an der Universität der Künste Berlin entworfen wurden, geht es darum, mögliche Zukünfte zu erforschen. Das Spiel hat im Gegensatz zum üblichen wissenschaftlichen Experiment den Vorteil, dass es „aus den Zwängen der Vorstellungswelten und Leitdiskursen einer Epoche, den Zwängen standardisierter Methoden, den hoch spezialisierten und abstrakten Denkpfaden einer Disziplin und der Macht des Wahrscheinlichen“ befreien kann. Kurzum: Im Spiel ist alles möglich!

Während eines experimentellen Spiels kann das Verhalten der Mitspieler erforscht werden: Was bewirken mögliche Zukunftsszenarien bei ihnen, welche Verhaltensmuster können erkannt werden? Ebenso interessant sind die Wirkungszusammenhänge, die daraus abgeleitet werden können. Welche Auswirkungen können neue Technologien auf die Interaktion zwischen Mensch und Maschine haben? Das experimentelle Spiel muss dabei nicht auf soziale Experimente beschränkt sein – auch Prototypen von Produkten, Software oder Systemen können dabei erforscht werden.

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Backlash Culture – Backlash Brands

Warum sich Mut für Marken auszahlt

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Von Kirsten Pöltl, Mathias Kowalik und Sarah Perlick

Stets politisch korrekt, immer auf der sicheren Seite – das Rezept erfolgreicher Markenführung? Das neueste Trend Briefing des britischen Future Laboratory zum Thema „Backlash Culture“ (dt. Gegenreaktion) erklärt den Ansatz „the customer is always right“ in Zeiten von Social Media für überholt. Die These: Marken verlieren im Versuch, den Ansprüchen aller gerecht zu werden und bloß nicht anzuecken, ihre Identität. Zeit für den Backlash! Wir zeigen drei Beispiele von Marken, die nicht mit dem „netten Mainstream“ geschwommen sind – und genau dadurch für Konsumenten relevant wurden.
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Von der hedonistischen Wegwerf-kultur zur verantwortungsvollen Nachhaltigkeit

Was motiviert ethischen Konsum?

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Von Eyleen Grinda, Lisa Hartmann, Dorothea Stanjek

Wie Nachhaltigkeit und Konsum sich gegenseitig befruchten

Der seit dem Launch der Website viel diskutierte Ansatz von buymeonce.com kommt vielen heutzutage geradezu revolutionär vor. Buy Me Once – zu Deutsch: Kauf mich einmal – ruft dazu auf, bei vielen Gütern des täglichen Gebrauchs eine bewusstere Kaufentscheidung zu treffen und sich für Produkte zu entscheiden, die nicht nach jeder Saison ausgetauscht werden müssen, sondern im besten Fall ein Leben lang halten. Laut der kursierten Auswahl der Website kann das ein gusseiserner Kochtopf des französischen Hersteller Le Creuset  oder auch ein Paar Dr. Martens sein.

Auch der H&M, eigentlich bekannt für Fast Fashion, appelliert diese Woche an das ökologische Bewusstsein seiner Konsumenten und ruft zur World Recycle Week auf. Das schwedische Modehaus will so dem Thema Nachhaltigkeit mehr Relevanz geben, eine Vorbildfunktion übernehmen und den Kleiderkreislauf schließen. Dass noch nicht jeder Konsument selbstlos nachhaltig handelt,  scheint dabei klar zu sein – für eine Spende winkt ein Rabattgutschein. Am Ende geht es also doch wieder nur um Konsum – oder doch nicht?

Viele Barrieren des ethischen Konsums konnten bereits überwunden werden, beispielsweise die Optik von ethisch korrekt und fair produzierten Kleidungsstücken. Zudem gibt es eine gerade online Flut an Informationen über nachhaltige Produkte und ihre Verfügbarkeit sowie ein gewachsenes Bewusstsein für die Folgen des Konsumwahns auf die Umwelt. Zwischen einem Bewusstsein für das Thema, Absichtserklärungen für ethisches Handeln und dem tatsächlichen Konsumverhalten besteht jedoch nach wie vor eine Kluft. Ein genaueres Verständnis für diese Diskrepanz eröffnen die zentralen Motive für und gegen ethnischen Konsum, die bei den Konsumenten heute einstellungsbildend und handlungsleitend wirken.

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E-Government nimmt zu – Transparenz auch?

Die Berliner Verwaltung jubelt. Ist sie doch dem Ziel, mehr Online-Verfahren im Internet bereitzustellen, näher gekommen. Mit monatlich rund 800.000 Seitenzugriffen trifft das Service-Portal schon jetzt auf eine große Resonanz. Dies geht aus dem aktuellen Bericht zur „ServiceStadt Berlin 2016“ hervor, den der Berliner Senat gestern beschlossen hat. Unter https://service.berlin.de finden sich gebündelt Informationen zu den Dienstleistungen der Berliner Verwaltung. Aktuell können hier 67 Online-Verfahren direkt angesteuert werden. .
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