Interaktivität und Partizipation

Spielen ist das neue Forschen!

Wie die Zukunft spielend erforscht werden kann.

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Von  Anna von Dallwitz und Laura Marie Garbe

Dass das Spiel eine geeignete Methode ist, um die Zukunft vorherzusagen, wussten schon die alten Griechen. Hermes, der Götterbote, erfand das Würfelspiel, in dem er Kieselsteine in eine Urne warf, um daraus die Zukunft weiszusagen.

Bei “spielbasierten Experimentalsystemen”, die an der Universität der Künste Berlin entworfen wurden, geht es darum, mögliche Zukünfte zu erforschen. Das Spiel hat im Gegensatz zum üblichen wissenschaftlichen Experiment den Vorteil, dass es „aus den Zwängen der Vorstellungswelten und Leitdiskursen einer Epoche, den Zwängen standardisierter Methoden, den hoch spezialisierten und abstrakten Denkpfaden einer Disziplin und der Macht des Wahrscheinlichen“ befreien kann. Kurzum: Im Spiel ist alles möglich!

Während eines experimentellen Spiels kann das Verhalten der Mitspieler erforscht werden: Was bewirken mögliche Zukunftsszenarien bei ihnen, welche Verhaltensmuster können erkannt werden? Ebenso interessant sind die Wirkungszusammenhänge, die daraus abgeleitet werden können. Welche Auswirkungen können neue Technologien auf die Interaktion zwischen Mensch und Maschine haben? Das experimentelle Spiel muss dabei nicht auf soziale Experimente beschränkt sein – auch Prototypen von Produkten, Software oder Systemen können dabei erforscht werden.

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3 Zeichen lassen Frankreichs Wahrzeichen leuchten

Header_Template_3 Zeichen.001Von Miriam Klein, Jonas Gorris, Julia Zimmermann

Auch die diesjährige Europameisterschaft können Fans dank unzähliger und vielseitiger Smartphone-Anwendungen immer und überall erleben. Neben speziellen Sport-Apps, wird aber vor allem in den Sozialen Medien wie Facebook, Snapchat, aber auch Twitter über Europa’s größtes Sportevent diskutiert. Der Nachrichten-Dienst Twitter hat sich etwas Außergewöhnliches überlegt, um die Nutzer zu motivieren, möglichst häufig über die Europameisterschaft in Frankreich zu berichten.

Zehn Minuten vor Anpfiff des letzten Spiel des Tages wertet Twitter die Häufigkeit der an diesem Tag genutzten Länderkürzel aus und lässt den Eiffelturm in den Nationalfarben des am meisten genannten Landes erleuchten. Zudem werden die besten Tweets des Tages an das Wahrzeichen projiziert.
Der Nachrichtendienst schafft es so, die Schwelle der virtuellen in die reale Welt zu passieren und den Nutzer dabei als Entscheider mitzunehmen und zu begeistern.

Wenn wir das 300 Meter hohe Weltkulturerbe so einfach in den deutschen Farben erstrahlen lassen können, sollte also spätestens jetzt ein #GER häufiger in unseren Tweets erscheinen. Nach aktuellem Stand liegt hier bisher die Türkei (16,6%) auf Platz 1, gefolgt von den ausgeschiedenen Engländern (8,8%). Die Deutschen besetzen den 4. Platz (6,6%) – erst ein Mal erstrahlte der Eiffelturm in schwarz-rot-gold.
Wenn das Twitters Weg in die reale Welt ist, wie schaffen es auch andere digitale Marken in der Offline-Welt präsenter zu sein?

Quellen: Twitter BlogShow Your Colours

Crowdsourcing: Vom Leser zum Chefredakteur?

Die Zukunft der Medien liegt in der Beteiligung des Publikums auf allen Ebenen

von Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer, Wissenschaftlicher Direktor, VORN Strategy Consulting
und Hilger Voss, Strategy Consultant, VORN Strategy Consulting

In allen Altersgruppen steigt die Internetnutzung weiter an, gleichzeitig werden die Nutzer immer aktiver. Ob sie nun Updates in sozialen Netzwerken posten, Fotos hochladen, Webinhalte aller Art in Social Networks weiterempfehlen („liken“) oder aufwendige Videos erstellen, die millionenfach abgerufen werden – die Aktivitäten nehmen weiter zu. Viele Arbeiten lassen sich ohne weiteres auf Smartphones und Tablet-Computern ausführen, da immer mehr Programme unter dem Gesichtspunkt der einfachen, intuitiven Bedienbarkeit erstellt werden. Die Möglichkeit, selbst erstellte Inhalte unmittelbar einem großen Personenkreis präsentieren zu können – über soziale Medien – übt einen großen Reiz auf Nutzer aus. Sie erstellen Inhalte nicht für sich allein, sondern um diese mit anderen zu teilen und auf diese Weise Aufmerksamkeit und Anerkennung zu gewinnen.
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