Marke

Data does not go viral. Stories do.

 

von Henrik Dohms

Wie Storytelling unsere Kaufentscheidung beeinflusst

Storytelling gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen; Es kann so simpel wie die Geschichte eines Buches sein, oder als Mittel in politischen Reden wie z.B. der „Yes we can“-Kampagne von Barack Obama verwendet werden.

Heutzutage wird vor allem digitales Storytelling, insbesondere in Form von Videos in der Werbung, immer bedeutender. Es ist eine Möglichkeit, in Märkten mit vielen Wettbewerbern aufzufallen, indem man auf emotionale, persönliche Weise auf den Konsumenten zugeht. Unternehmen wie Apple, Pepsi und Samsung setzen im Rahmen ihrer Werbevideos bereits auf jene interaktive Technik und erzählen eine Geschichte rund um ihr Produkt.

Marken, die digitales Storytelling betreiben, können beim Zuschauer Emotionen auslösen, welche in direktem Bezug zum Produkt stehen: Durch das Konsumieren, Abrufen und Weitererzählen von Geschichten entwickelt der Konsument sog. Archetypen – psychische Strukturdominanten – die sein Bewusstsein sowie Verhalten beeinflussen und Glücksgefühle auslösen können. Jene Archetypen können mithilfe einer guten Geschichte erzeugt werden und die Kaufentscheidung entscheidend beeinflussen. Eine gute Geschichte zu entwickeln und in ein Format zu verpacken, ist jedoch nicht gerade einfach. Folgende Aspekte machen gutes Storytelling aus:

(mehr …)

Mit Marketingbudgets Gutes tun

 

von Mike Arnus

Warum die Markenkommunikation der Zukunft unsere Welt ein kleines Stückchen besser machen wird

  • Markenkommunikation bedeutet heute mehr als schöne Bilder und aktivierende Claims – immer häufiger geht es um gesellschaftlich relevante Haltungen.
  • Anstatt das eigene Produkt zu bewerben, investieren immer mehr Marken Budget in Kampagnen zu sozialen Themen wie Menschenrechten oder Umweltschutz und positionieren sich damit klar im gesellschaftspolitischen Kontext.
  • Authentizität und Verantwortungsbewusstsein sind dem kritischen Konsumenten wichtig. Sie fordern echtes Engagement.

Liebevoll hält Tennisikone Serena Williams ihre kleine Tochter im Arm und redet mit sanfter Stimme auf sie ein: „I won’t mind if you choose to never pick up a tennis racquet, but I beg you – in this game of life keep playing my girl!“ Es geht um die Schönheit des Sports und die Kraft, die Sport für die Entwicklung junger Mädchen bedeuten kann. Wir sehen Szenen junger Frauen, die Körbe werfen, Rennen laufen oder Lacrosse spielen. Mädchen, die lachend gewinnen, tränenreich scheitern und sich tapfer wiederaufrichten. Am Ende des rund eineinhalbminütigen Spots erscheint in der Mitte des Bildes ein „G“ – dann ist Schluss.

Was war das? Eine Privatproduktion von Serena Williams? Oder der Ausschnitt aus einer Dokumentation? Weder noch – hinter dem Spot steht der Hersteller des neonfarbenden Sportgetränks Gatorade. Es handelt sich also um einen Werbespot. Doch was ist das für Werbung, in der nicht ein einziges Mal ein Produkt der Marke zu sehen ist?

(mehr …)

Marke im Ohr

 

von Sabine Paletta

Mit Podcasts in den Alltag der Menschen

Podcasts gibt es schon lange, doch erst jetzt entdecken Firmen ihr wahres Marketingpotential. Wir zeigen, wie Unternehmen das Medium Podcast nutzen können.

Marken mit rein klassischen Werbestrategien haben das Problem, in der mobilen Welt der Menschen schlichtweg übersehen zu werden. Podcasts sind nicht das Allheilmittel aber eine Möglichkeit, Hörbarkeit im Alltag der Menschen zu erlangen.  

Vor gut 10 Jahren gab es schon einmal einen Hype um die Online-Audiobeiträge. Doch während der Content früher eher eine kleine Hörerschaft begeisterte, kann man heute behaupten, dass Podcasts in der breiten Masse angekommen sind: Fast jeder dritte Deutsche hört Podcasts – ob im Auto auf dem Weg zur Arbeit, beim Putzen, Joggen, Shoppen oder zum Einschlafen. Vor allem für Männer zwischen 18 und 29 Jahren ersetzen Podcasts einen Teil der bisherigen Unterhaltungsmedien, inklusive Spotify und Netflix. Warum? Podcasts bilden das perfekte on-the-go Medium für unseren on-the-go Lifestyle. Sowohl die (eigentlich) schwer erreichbare Zielgruppe als auch das besondere Umfeld birgt großes Potential. 

(mehr …)

Power Shift – Die Aushöhlung deutscher Qualitätsmarken

 

von André Maier

  • Insbesondere in der Automobilbranche findet derzeit eine Machtverschiebung vom Hersteller zum Zulieferer statt, die nach aktuellen Entwicklungen vor allem im Zuge der sich anbahnenden Elektromobilität noch prägnanter werden wird.
  • Durchschnittlich 75 Prozent eines Fahrzeugs werden nicht mehr vom Hersteller selbst produziert, sondern zugeliefert. Marken verlieren auf der Produktebene mehr und mehr ihre identitätsprägenden Merkmale und stellen perspektivisch kaum mehr als eine formschöne Hülle.
  • Die deutschen Automarken, als einstige Mobilitätspioniere und -vordenker, laufen den Entwicklungen in der Wahrnehmung zunehmend nur noch hinterher.

Bosch macht es aktuell vor und zeigt den einstigen Motorpionieren, wie der Diesel tatsächlich sauber fahren kann. Und das ist nur das aktuellste Beispiel, wie sich die Rolle deutscher Automobilmarken wie Daimler, BMW und VW mehr und mehr in die zweite Reihe verschiebt. Auch die Produktion eigener Batteriezellen – wie etwa Tesla es vormacht – wurde bislang abgelehnt und steht beispielsweise bei VW erst wieder seit dem Wechsel an der Führungsspitze zur Diskussion. Unabhängig der Beweggründe hinter den Entwicklungen: Die  deutschen Qualitäts- und Vorzeigemarken setzen ihre über 100 Jahre hinweg aufgebaute Identität zunehmend aufs Spiel.

Deutschland steht für Qualität, Vielfalt und Effektivität, was seine Automarken und Autos betrifft; nur, dass die Voraussetzungen dafür momentan zu verschwinden drohen. Durch eine vermehrte Auslagerung von identitätsprägenden Merkmalen an Zulieferer werden sich Marken nicht nur immer ähnlicher, sie höhlen sich auch buchstäblich aus – nicht zuletzt, wenn es jetzt mit um das Herzstück geht: den Motor. Wir geben einen Überblick über Fakten und neueste Entwicklungen.

(mehr …)

Wettbewerb des Gleichziehens

Warum ein Perspektivwechsel oftmals einen Schritt nach vorn bedeutet.

VORN_Wettbewerb_Perspektivwechsel

von André Maier & Franziska Mülling

Twitter und Facebook bieten schon seit einer Weile Live-Übertragungen von Sportevents an. Facebook plant darüber hinaus schon bald TV-Inhalte und Original Serien zu senden und Time Warner produziert künftig exklusive Inhalte für Snapchat. Netflix und Amazon überbieten sich ohnehin laufend mit Budget, das sie in exklusive Inhalte stecken.

Die Liste ließ sich noch beliebig weiterführen. Nahezu täglich lassen sich Meldungen über neue dreistellige Millionen-Verträge zwischen Plattformen und Content-Erstellern verfolgen. Vermeintliche Wettbewerber und solche, die es werden wollen, befinden sich in einer Spirale aus Zug und Gegenzug, in einem Kreislauf des Gleichziehens.

(mehr …)