Millennials

Authentische Markenführung: Raus aus dem Elfenbeinturm!

von Maximilian Greis

Viele Kunden lassen sich nicht mehr mit einem perfekten Markenimage locken. Stattdessen erwarten sie von Unternehmen Authentizität und Integrität. Marken wie Siemens und Lego machen vor, wie der Wandel gelingen kann.

Viele waren erstaunt, als die Siemens-Kommunikationschefin Clarissa Haller erklärte, fortan könne jeder der 386.000 Mitarbeiter Nachrichten über das Unternehmen verbreiten. Das war bislang exklusiv der Presseabteilung vorbehalten gewesen. Haller antwortete unbeeindruckt: „Aber was für ein Potenzial habe ich denn, wenn bis zu 386.000 Mitarbeiter verkünden, dass Siemens ein toller Laden ist? Es wäre dumm, würden wir uns das nicht zunutze machen.“

Authentizität ist hier das Stichwort. Viele Kunden lassen sich heute nicht mehr mit dem perfekten Markenimage locken; sie wollen ein authentisches Markenerlebnis durch Offenheit, Ehrlichkeit und Mitgestaltung.

Der Wandel zu mehr Authentizität in der Markenführung wird – wie so viele Entwicklungen derzeit – von den sogenannten Millennials vorangetrieben. Sie verändern unsere Art zu arbeiten, zu delegieren und zu kommunizieren – und nun auch die Art, wie wir Marken sehen und was wir von ihnen erwarten. 80 Prozent der Baby-Boomer und 90 Prozent der Millennials geben an, dass Authentizität ein wichtiger Faktor bei der Markenwahl ist (Stackla – 2017 Consumer Content Report). In der Gesamtbevölkerung spielt sie für jeden Zweiten eine Rolle.

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