Technologie

Autonomes Fahren: Die letzten Hürden der Revolution

Sie wollen einem Autofahrer den Vogel zeigen, und merken, dass es gar keinen gibt: Willkommen in der Welt der selbstfahrenden Autos. Wir zeigen den Status Quo – und erklären, was der Technologie zum Durchbruch verhelfen wird.

 

von Jonas Gorris

  • Autonomes Fahren wird sich sehr wahrscheinlich durchsetzen – die Frage ist vor allem, wie lange es noch dauern wird.
  • Viele Unternehmen arbeiten an der Weiterentwicklung der autonomen Mobilität, allerdings kann bislang keines von ihnen ein abgeschlossenes Ökosystem  selbstfahrender Autos anbieten.
  • Wie bei allen technischen Revolutionen, müssen sich die Menschen an die neue Technologie erst gewöhnen. Außerdem stehen ethische Fragen im Raum, etwa wer bei von Robotern verursachten Unfällen die Verantwortung trägt.

Menschen, die in technisch angetriebenen Kisten durch die Gegend fahren – der Gedanke sei doch wirklich absurd, fand Wilhelm II. Und so verkündete der letzte deutsche Kaiser voller Überzeugung: „Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.“

Er war nicht das erste mal in der Geschichte, dass Technikskepsis und Verklärung des Status Quo zu aus heutiger Sicht lustig anmutenden Fehleinschätzungen führten. Ganz ähnlich hatten sich schon die ersten Zugpassagiere geäußert: Die Bahnen führen so schnell, dass man die Landschaft überhaupt nicht genießen könne. Die Kutsche sei wirklich das geeignetere Verkehrsmittel.

Wer diese Geschichten kennt, betrachtet so manchen Skeptiker selbstfahrender Autos mit anderen Augen – auch, wenn es denen nicht an Argumenten mangelt: Was ist mit dem Freiheitsgefühl beim Autofahren? Was mit der persönlichen Entscheidung, das Tempolimit auszureizen oder in einer schönen Landschaft langsamer zu fahren, um den Ausblick zu genießen? Oder zu einem Date im Cabrio vorzufahren, in dem man selbst hinterm Steuer sitzt und auf die Hupe drücken kann?

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Dickes B: Warum sich jede Marke mit Blockchains beschäftigen sollte.

Blockchains sind einer der größten Trends der Technikszene. Nicht nur, weil sie die Grundlage der Internet-Währung Bitcoin bilden – sie können noch viel mehr.

 

von Mathias Kowalik

Blockchains sind Datenbanken, die dezentral in einem Netzwerk verteilt sind. Die Datensätze werden verkettet, was sie besonders sicher macht.

• 47 Prozent der deutschen Unternehmen prüfen aktuell den Einsatz von Blockchain, 21 Prozent arbeiten an Proto­typen.

• Konzerne wie Walmart und Kodak nutzen die Technik schon heute.

So mancher Börsianer staunte nicht schlecht, als der Aktienkurs der „Long Island Iced Tea Corp.“ im vergangenen Dezember binnen weniger Stunden von 2,44 US-Dollar auf 6,91 US-Dollar schoss – und sich damit fast verdreifachte. Zuvor hatte der Getränkehersteller angekündigt, sich in „Long Blockchain Corp.“ umzubenennen: Ab sofort wolle man sich nicht mehr nur Getränken, sondern auch der Blockchain-Technologie widmen, teilte das Unternehmen mit.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Aktien eines Unternehmens dank Blockchains in die Höhe schnellen. Anleger und IT-Experten sind sich längst einig: Die Datenbanktechnologie wird Marken und Unternehmen nachhaltig verändern.

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Chatbots auf dem Vormarsch

85 Prozent der Kundenservice-Anfragen werden bis 2020 von Chatbots geklärt werden

 

von Jan Gerkens

Künstliche Intelligenz (KI) mit all ihren Forschungsfeldern ist ein Bereich, der nicht an Fahrt zu verlieren scheint. Die Möglichkeiten, KI einzusetzen, reichen von autonom fahrenden Fahrzeugen bis hin zur Krebsfrüherkennung. Für Unternehmen wie Facebook oder Google sind insbesondere die sprachgesteuerten Systeme und Chatbots interessant, die Künstliche Intelligenz ermöglicht.

In einer aktuellen Studie von Gartner, einem Marktforschungs- und Analyse-Unternehmen, wurden Prognosen getroffen, die uns überraschen aber auch neugierig stimmen. Demnach sollen Chatbots im Jahr 2020 bereits an 85 Prozent aller Interaktionen zwischen Unternehmen und Kunden beteiligt sein. Zwar sind jene Interaktionen noch sehr simpel, sollen aber Kunden-Wartezeiten auf ein Minimum reduzieren und Mitarbeitern langfristig die Möglichkeit geben, sich komplexeren Aufgaben zu widmen. Die Studie geht sogar noch einen Schritt weiter und prognostiziert, dass eine Durchschnittsperson in Zukunft mehr Unterhaltungen mit einem Chatbot führen wird, als mit ihrem Ehepartner.

Derweil arbeitet das Forschungsteam von Facebook daran, die Qualität der Unterhaltungen zu verbessern und den Chatbots eine gewisse Menschlichkeit zu verleihen.  Ein wichtiger Zwischenschritt hierbei ist es, den Programmen beizubringen, verhandeln zu können. In vergangenen Tests sollten Chatbots beispielsweise erörtern, wie sie verschiedene Gegenstände untereinander aufteilen. Im Rahmen eines Dialogs lernten die Chatbots hierbei ihren gegenüberstehenden Chatbot kennen, um seine Präferenzen zu erfahren. Das Ergebnis war, dass sich die Chatbots auf Deals einigten und die Gegenstände nach Vorlieben aufteilten.

Eine Eigenschaft, von der wir uns noch einiges abschauen können.

 

Quellen:
https://www.gartner.com/smarterwithgartner/gartner-predicts-a-virtual-world-of-exponential-change/
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/chatbot-projekt-von-facebook-kuenstliche-intelligenz-ausser-kontrolle/20133670.html

Gestern, heute, morgen

Das sind die Trends für 2018

Von Carolin Bremer & Franziska Mülling

Es ist mal wieder soweit: Ein Jahr geht zu Ende und ein neues wird freudig begrüßt. Auch die nächsten zwölf Monate werden von technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen geprägt sein, die die Wirtschaft und unser tägliches Leben nachhaltig beeinflussen. Aus diesem Grund veröffentlicht die J. Walter Thompson Company jedes Jahr den Future Report, der die 100 wichtigsten Trends und Innovationen der kommenden 365 Tage in 10 Kategorien aufzeigt, analysiert und diskutiert.

Was sind die wichtigsten Trends 2018?

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Wichtige Puzzleteile in Beratungsprozessen

absatzwirtschaft.de hat unseren Managing Director Matthias Breitschaft zu agiler Marktforschung und den daraus resultierenden Konsequenzen für die Kommunikationsbranche interviewt.

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Wie ist es möglich, mehr Inhalte mit immer geringerem Zeitaufwand zu meistern?
Früher wurden über Wochen Charts ausgewertet und analysiert. Doch in Zeiten digitaler Disruptionen müssen neue Maßnahmen Unterstützung liefern. Insbesondere neue Technologien ermöglichen Kundennähe sowie schnellere Reaktionszeiten auf Feedback. Aber bleibt die richtige Idee bei all den technologischen Entwicklungen und Innovationen nicht auf der Strecke?

Matthias Breitschaft, Managing Director, beleuchtet dieses Thema in einem Interview mit absatzwirtschaft:

Ohne die richtigen Ideen kommt erfolgreiches Marketing natürlich auch in Zeiten digitaler, agiler und umfassender Marktforschungssoftware nicht aus. Aber die Technik hilft zum Beispiel Agenturen wie VORN Strategy Consulting enorm dabei, die eigenen Projekte und damit die Marken ihrer Kunden voranzutreiben.

„Vorher ist der Mensch wichtig, um die richtigen Fragen zu formulieren – und nachher ist der Mensch wichtig, um die richtigen Schlüsse aus den Ergebnissen zu ziehen“, betont Matthias Breitschaft. Der Managing Director von VORN, den Strategie- und Digitalisierungsexperten in der Hirschen Gruppe, hält dennoch große Stücke auf schnelle, agile Software, die in der Phase dazwischen unkompliziert und rasch für die passenden Insights sorgt. „Marktforschung war natürlich immer schon Bestandteil solider Markenentwicklung“, so Breitschaft. „Aber in den vergangenen Jahren hat sich die Taktung enorm verdichtet, immer schneller müssen Entscheidungen getroffen werden, wie es mit einer Marke weitergeht.“ Da könne man eben nicht mehr wie früher – „ich bin ja schon einige Zeit im Geschäft“ – umfangreiche Berichte mit hunderten von Excel-Sheets durchgehen. Um dann doch vor großen Problemen zu stehen, wenn der Kunde anmerke, das sei alles interessant, man wolle aber gern auch mal sehen, wie sich das bei einer anderen Altersgruppe verhalte. Früher kaum möglich, könnten heute Instrumente wie quantilopes Software die gewünschten neuen Blickwinkel innerhalb kurzer Zeit liefern. Breitschaft: „Eine echte Arbeitserleichterung“. Er nennt ein Beispiel aus dem Agenturalltag. „Bei einer Aufgabe im Touristikbereich hatten wir eine Zielgruppe während des Analyseprozesses noch enger selektiert und sind so zu Produktanforderungen gekommen, auf die wir sonst nicht oder nicht so schnell gestoßen wären.“

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