E-Scooter Wahnsinn! Was Unternehmen für ihre Veränderungen lernen können!

 

 

von Constantin Dederbeck

Zurzeit kommt man wohl schwer an ihnen vorbei. In fast allen großen Städten wimmelt es nur so geradezu von ihnen. Die einen lieben sie, die anderen verfluchen sie. Die Rede ist von den E-Scootern.

In kaum einem anderen Land hat die Diskussion um die Einführung so hohe Wellen geschlagen wie in Deutschland. Doch warum wurde sich eigentlich so lange davor verschlossen? Wie notwendig ist es wirklich, alle potentiellen Probleme und Bedenken erst bis ins kleinste Detail zu sezieren? Warum nicht einfach mal machen und schauen was passiert?

Gleiche Probleme

Wirft man zum Vergleich einen Blick auf Nachbarländer wie Frankreich oder Österreich, welche den Anbietern schon deutlich früher den Zugang erlaubt hatten, so kämpfen alle mittlerweile mit den gleichen Problemen. In Deutschland jedoch hat man sich im Vorfeld wohl nicht so ganz mit denen der anderen beschäftigt, stattdessen wurde Wochen diskutiert, ob die Roller nun den Rädern den Platz wegnehmen oder ob die Bremsen links oder rechts angebracht werden sollen.

Wie bei der Einführung der E-Scooter in Deutschland verhält es sich heute noch bei vielen Unternehmen wenn es um das Thema Veränderung geht. Das Risiko in ungewissen Zeiten neues auszuprobieren, es einfach mal zu machen und erst dann die Ergebnisse zu analysieren und den Output zu optimieren, bringen viele an den Rand der Vorstellungskraft.

Fail fast, fail often

Was ganz Innovatives ist dieses Vorgehen jedoch nicht, so arbeitet fast jedes Start-Up genau nach diesen Prinzipien, Entrepreneurial Management, das Fachwort. Frei nach dem Dreisatz Build-Learn-Measure agieren junge Unternehmen stets stark umsetzungsorientiert und nach dem Motto Fail fast-Fail often.

Was sich im ersten Moment wie der plakative Slogan eines Red Bulls Werbespots anhört, hat aber auf den zweiten Blick definitiv einen tieferen Sinn. Nur Unternehmen die ausprobieren und sich nicht selbst im Weg stehen, teils durch überzeichneten Pessimismus teils  durch dem ständigen Vorbringen von Bedenken und Problemen, sind am Ende die Vorreiter- und Denker, die die tatsächliche Veränderungen anstoßen!

Fassen wir nochmal zusammen. Unternehmen sollten sich in heutigen Zeiten auch einfach mal trauen voran zu gehen, diejenigen zu sein, die vom 10 Meter Turm springen. Niemand kann und sollte erwarten, dass jede neue Maßnahme oder Idee von Anfang an fehlerfrei funktioniert. Fehler passieren und im häufigsten Fall können solche Entwicklungen auch im Vorhinein nicht prognostiziert werden. Doch das Wichtige an der Sache ist, dabei rechtzeitig die richtigen Schlüsse zu ziehen und die Verbesserungen anzustoßen, denn wer „Failt“ aber nicht „Learnt“ dem hilft auch der modernste Management-Ansatz nichts.

 

 

Quellen

https://dzone.com/articles/fail-fast-principle-in-software-development

https://www.gruenderszene.de/automotive-mobility/e-tretroller-sharing-strategie-drehmoment?interstitial

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.